Historische Romane

Philip Kerr — Friedrich der Große Detektiv

Philip Kerr - Friedrich der Große Detektiv14.Oktober 2017

Der bri­ti­sche Autor Phi­lip Kerr hat mit “Fried­rich der Gro­ße Detek­tiv” ein ganz beson­de­res Buch geschrie­ben - eine Hom­mage an Erich Käst­ner und sein erfolg­rei­ches Werk “Emil und die Detek­ti­ve”! Eine Geschich­te über eine außer­ge­wöhn­li­che Freund­schaft, über die Schre­cken des Hit­ler-Regimes und den Mut Wider­stand zu leis­ten. Haupt­fi­gu­ren in dem Buch: der jun­ge Fried­rich und Erich Käst­ner selbst! Ein sehr unter­halt­sa­mer, bewe­gen­der Roman — ide­al, um auch jün­ge­ren Lesern die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus näher zu brin­gen. Ein­ge­bun­den in eine klei­ne Detek­tiv­ge­schich­te. Für Jugend­li­che ab 11 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ber­lin. 1933. Der 13-jäh­ri­ge Fried­rich lebt dort mit sei­nen Eltern und sei­nem älte­ren Bru­der Rolf in der Roscher­stra­ße 14. Und nur zwei Häu­ser wei­ter lebt ein guter Freund der Fami­lie: Erich Käst­ner. Fried­richs Vater, der Kul­tur­re­dak­teur des Ber­li­ner Tage­blatts ist, hat auch beruf­lich mit ihm viel zu tun. Denn Erich Käst­ner schreibt gele­gent­lich Arti­kel für die­se Zei­tung. Er hat außer­dem ein tol­les Kin­der­buch geschrie­ben, von dem der jun­ge Fried­rich hell­auf begeis­tert ist: Seit das Buch Emil und die Detek­ti­ve 1929 her­aus­ge­kom­men war, hat­te Fried­rich es prak­tisch jeden MonatWeiterlesen!

Marcin Szczygielski — Flügel aus Papier

Marcin Szczygielski Flügel aus Papier26.August 2017

Flü­gel aus Papier” des pol­ni­schen Auto­ren Mar­cin Szc­zy­gie­l­ski ist ein Kin­der­buch, das den Holo­caust zum The­ma macht und des­sen Haupt­fi­gur tat­säch­lich exis­tiert hat, auch wenn der Autor noch ein wenig sei­ne Fan­ta­sie hat spie­len las­sen. Ein bewe­gen­der Roman über das Leben in einem pol­ni­schen Ghet­to, einen Groß­va­ter, der für sei­nen Enkel alles tut, Freund­schaft und Mensch­lich­keit. Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Für Kin­der ab 10 Jah­re und Erwachsene.

1942. Der 8-jäh­ri­ge Rafal lebt mit sei­nem Groß­va­ter in War­schau. In einem Ghet­to. Und das schon seit eini­ger Zeit. Sei­ne Eltern sind nach Afri­ka aus­ge­wan­dert, um dort ein Haus zu bau­en. Sie woll­ten Geld schi­cken, damit Rafal und sein Groß­va­ter nach­kom­men könn­ten. Doch dann kam der Krieg dazwi­schen. Anfangs kamen noch Brie­fe. Spä­ter hat man die Post nicht mehr in das Ghet­to hin­ein­ge­las­sen. “Mir kommt es so vor, als habe ich schon immer hier gelebt. Als wäre der Bezirk schon immer da, als gebe es schon immer zu wenig zu essen und zu vie­le Men­schen. Als wäre schon immer Krieg und als dür­fe man unter kei­nen Umstän­den ver­ges­sen, sich zu fürch­ten, selbst wenn man gar kei­ne Angst hat.” (Zitat aus “Flü­gel aus Papier” Sei­te 28). Rafals Groß­va­ter, der frü­her ein sehr bekann­ter Gei­ger war, spielt oft auf der Stra­ße, um ihnen den Lebens­un­ter­halt zu sichern. Sei­ne Gei­ge ist sehr wert­voll, sie ist der kost­bars­te Gegen­stand, den er noch hat. Ein­mal woll­te sie ihm jemand für viel Geld abkau­fen, aber Rafals Groß­va­ter hat abge­lehnt. Jetzt möch­te er, dass sein Enkel “in die Feri­en fährt”. Außer­halb des Ghettos… Weiterlesen!

John Boyne — Der Junge auf dem Berg

John Boyne Der Junge auf dem Berg24.August 2017

Der Jun­ge auf dem Berg” ist der neu­es­te Roman des iri­schen Best­sel­ler­au­to­ren John Boy­ne. Genau zehn Jah­re nach sei­nem Erfolgs­ti­tel “Der Jun­ge im gestreif­ten Pyja­ma” ist die­ses Buch nun im Deut­schen erschie­nen und ver­setzt sei­ne Leser erneut in ein dunk­les Kapi­tel Zeit­ge­schich­te vor und wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs. Erzählt aus der Per­spek­ti­ve eines Wai­sen­jun­gen, der uner­war­tet in Kon­takt mit eben jener Per­son gerät, die den Namen Adolf Hit­ler trägt. Eine Geschich­te, wie nur ein John Boy­ne sie erzäh­len kann! Erschre­ckend, ergrei­fend und fas­sungs­los machend. Ein wich­ti­ges Buch, das man so schnell nicht mehr ver­ges­sen wird. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und ins­be­son­de­re für Erwachsene.

Der klei­ne Pier­rot stammt aus einer deutsch-fran­zö­si­schen Fami­lie. Sein Vater ist deut­scher Her­kunft und sei­ne Mut­ter Fran­zö­sin. Zusam­men leben sie mit einem Hund namens D’Artagnan in Paris. Doch das Leben meint es nicht gut mit dem Jun­gen: sein Vater, der im ers­ten Welt­krieg gedient und Schlim­mes erlebt hat, ver­liert all­mäh­lich den Ver­stand und ver­lässt die Fami­lie, als Pier­rot 4 Jah­re alt ist. Kurz dar­auf erfah­ren sie, dass er ist vor einen Zug gesprun­gen ist. Drei Jah­re spä­ter stirbt Pier­rots Mut­ter an Tuber­ku­lo­se. Wäh­rend er noch kur­ze Zeit bei sei­nem bes­ten Freund Anshel, einem jüdi­schen, tau­ben Jun­gen unter­kommt, wird der nun 7-jäh­ri­ge Pier­rot schließ­lich in ein Wai­sen­heim gebracht. Es ist das Jahr 1936. Doch er hat Glück: eine … Weiterlesen!

Johannes Herwig — Bis die Sterne zittern

Johannes Herwig - Bis die Sterne zittern5.August 2017

Bis die Ster­ne zit­tern” ist das ers­te Buch des deut­schen Auto­ren Johan­nes Her­wig und zugleich auch das ers­te Jugend­buch, das die “Leip­zi­ger Meu­ten” in den Mit­tel­punkt einer Geschich­te stellt — Grup­pen von Jugend­li­chen in Leip­zig, die sich von der NS-Ideo­lo­gie distan­zier­ten. Ein inter­es­san­ter, auf­klä­ren­der, poli­tisch-his­to­ri­scher Roman, der nicht nur das Erwach­sen­wer­den in einer schwie­ri­gen Zeit zeigt, son­dern auch Freund­schaft, Mut, Ein­satz­be­reit­schaft und den Kampf um Frei­heit. Bewe­gend und unter­halt­sam geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne, die sich mit jener Zeit ger­ne aus­ein­an­der­set­zen möch­ten.

Leip­zig. 1936. Die Som­mer­fe­ri­en haben gera­de begon­nen, als der 16-jäh­ri­ge Har­ro uner­war­tet auf der Stra­ße mit der Hit­ler­ju­gend anein­an­der­ge­rät: “Du hast die Fah­ne nicht gegrüßt. […] Ein jeder hat die Fah­ne zu grü­ßen! Ganz gleich, wo er steht.” Die Dop­pel­deu­tig­keit sei­ner Wor­te war dem Hit­ler­jun­gen offen­sicht­lich nicht bewusst. “Wer es nicht tut, wird bestraft!” (Zitat S.15) Denn Har­ro steht tat­säch­lich nicht auf der Sei­te des Nazi­re­gimes. Er — der Sohn von Leh­rer­el­tern, die eben­falls nicht in der Par­tei sind, sich aber eher aus allem raus­hal­ten — will mit der Hit­ler­ju­gend nichts zu tun haben. Glück­li­cher­wei­se kommenWeiterlesen!

Michael Gruenbaum & Todd Hasak-Lowy — Wir sind die Adler: Eine Kindheit in Theresienstadt

Michael Gruenbaum Todd Hasak-Lowy Wir sind die Adler Eine Kindheit in Theresienstadt6.Mai 2017

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor Todd Hasak-Lowy hat gemein­sam mit Micha­el Gru­en­baum des­sen Lebens­ge­schich­te nach­er­zählt: “Wir sind die Adler: Eine Kind­heit in The­re­si­en­stadt”. Der auto­bio­gra­fi­sche Roman schil­dert die Erleb­nis­se eines jüdi­schen Kin­des, das in Prag auf­wächst und nicht nur in das Ghet­to abge­scho­ben wird, son­dern schließ­lich auch im Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger The­re­si­en­stadt lan­det. Ein ergrei­fen­des, erschüt­tern­des Zeug­nis einer Zeit zwi­schen Kind­heit und Erwach­sen­wer­den, beglei­tet von Ter­ror, Aus­gren­zung und Hass. Aber auch ein Bericht über jene Men­schen, die trotz allem Schwe­ren uner­bitt­lich für Respekt und Mensch­lich­keit unter­ein­an­der gekämpft haben. Das Buch ist zwar in einem Ver­lag für Erwach­se­ne erschie­nen, wur­de vom Autor aller­dings auch bewusst für ein jün­ge­res Publi­kum geschrie­ben”…mit die­sem Roman wird die Geschich­te zum ers­ten Mal so erzählt, dass sie auch jene Leser anspricht, die jetzt das glei­che Alter haben wie ich damals.” (Zitat S.14) Somit ist “Wir sind die Adler: Eine Kind­heit in The­re­si­en­stadt” für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren und für Erwach­se­ne geeignet.

1939. Prag. Es gibt so vie­le Din­ge, die der 8-jäh­ri­ge Micha­el, genannt Mischa, nicht ver­steht. War­um sein Vater, ein ange­se­he­ner Anwalt, plötz­lich nicht mehr arbei­ten darf. War­um sie in der Stra­ßen­bahn auf ein­mal nur noch hin­ten sit­zen dür­fen. War­um sei­ne jüdi­sche Fami­lie die meis­ten Restau­rants und Hotels nicht mehr betre­ten darf. War­um es ihm und sei­ner Schwes­ter Mari­et­ta sogar unter­sagt wird auf eine Schu­le und in ein öffent­li­ches Schwimm­bad zu gehen. Und was ist mit Mischas … Weiterlesen!

Das neue Thema des Monats Mai: Holocaust…

Im Zwei­ten Weltkrieg…

Michael Gruenbaum Todd Hasak-Lowy Wir sind die Adler Eine Kindheit in Theresienstadt…wur­de die Ver­trei­bung und Ver­nich­tung von Juden von den Natio­nal­so­zia­lis­ten offi­zi­ell mit den Wor­ten die “End­lö­sung der Juden­fra­ge” umschrie­ben. In ganz Euro­pa wur­den Men­schen jüdi­schen Glau­bens in Ghet­tos und Kon­zen­tra­ti­ons­la­ger gebracht. Unzäh­li­ge muss­ten dort ihr Leben las­sen. Auch in der Jugend­li­te­ra­tur set­zen sich vie­le Bücher mit die­sem The­ma aus­ein­an­der. Sie erzäh­len fik­ti­ve oder auch wah­re Geschich­ten aus jener Zeit. Wol­len in Erin­ne­rung rufen, was war und davor war­nen, dass so etwas nie wie­der pas­sie­ren darf. Sie zei­gen Ter­ror und Schre­cken, aber auch … Weiterlesen!

Sharon E. McKay — Die letzte Haltestelle

Sharon E. McKay Die letzte Haltestelle28.April 2017

Die letz­te Hal­te­stel­le” von der kana­di­schen Auto­rin Sharon E. McK­ay ist ein his­to­ri­scher Roman, der wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs in den Nie­der­lan­den spielt. Eine Geschich­te über ein jüdi­sches Mäd­chen auf der Flucht, zwei uner­war­tet muti­ge Brü­der, Zivil­cou­ra­ge und Mensch­lich­keit in Zei­ten des Schre­ckens. Ver­se­hen mit vie­len Zeich­nun­gen. Bewe­gend und alters­ge­recht für Kin­der ab 9 Jah­ren erzählt.

1942. In den Nie­der­lan­den. Die 6-jäh­ri­ge Bea­trix ist auf der Flucht mit ihrer Mut­ter. Die bei­den sind Juden und haben es seit der Beset­zung der Deut­schen äußerst schwer, denn “Die Natio­nal­so­zia­lis­ten hass­ten vor allem die Juden. Die Nazis glaub­ten, die Juden trü­gen die Schuld am gro­ßen Unglück der Welt.” (Zitat aus “Die letz­te Hal­te­stel­le” S.20) Jetzt hat Bea­trix’ Mut­ter einen Tipp bekom­men, wer ihre Toch­ter bei sich auf­neh­men und schüt­zen kön­ne. Sie müs­sen nur ein paar Häu­ser­blocks weit lau­fen und fünf Hal­te­stel­len mit der Stra­ßen­bahn fah­ren. Dort erwar­tet sie eine Frau mit grü­nem Hut, die Bea­trix in Sicher­heit brin­gen soll. Doch die Mut­ter erreicht die­se Hal­te­stel­le nie. Denn ein Sol­dat steigt unter­wegs zu und kon­trol­liert die Papie­re der Insas­sen. Bea­trix’ Mut­ter nimmt er gleich mit, als er sieht, dass sie Jüdin ist. Ehe er das Kind eben­falls auf­for­dern kann mit ihm zu kom­men und abzu­trans­por­tie­ren, mischt sich uner­war­tet ein … Weiterlesen!

Lauren Wolk — Das Jahr, in dem ich lügen lernte

Lauren Wolk Das Jahr in dem ich lügen lernte30.Januar 2017

Das Jahr, in dem ich lügen lern­te” ist der Debüt­ro­man der ame­ri­ka­ni­schen Schrift­stel­le­rin Lau­ren Wolk. Über Mob­bing, Vor­ur­tei­le, Zivil­cou­ra­ge und Mut. In Ame­ri­ka, vor den Hin­ter­grün­den des zwei­ten Welt­kriegs. Eine beson­de­re Geschich­te über ein Mäd­chen, das über sich hin­aus­wächst. Bewe­gend und mit­rei­ßend erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Penn­syl­va­nia. Im Herbst 1943. Die 11-jäh­ri­ge Anna­bel­le lebt mit ihren zwei klei­ne Brü­dern, ihren Eltern, Groß­el­tern und ihrer Tan­te auf einer Farm. Täg­li­che Arbeit auf dem Hof gehört zu ihren Pflich­ten. In die Schu­le, in die sie geht, gibt es nur eine gro­ße Klas­se, in der die Schü­ler aller Alters­klas­sen zusam­men unter­rich­tet wer­den. Man­che Jun­gen kom­men nur unre­gel­mä­ßig zur Schu­le. Wenn sie Glück haben, wer­den sie von der Armee nicht ein­ge­zo­gen wer­den, weil man sie braucht, um die Äcker zu bestel­len. Wer neu­er­dings jedoch fast regel­mä­ßig zum Unter­richt kommt, ist Bet­ty. Sie wur­de von ihrem Eltern zu den Groß­el­tern aufs Land geschickt, gilt als “schwer erzieh­bar”, auch wenn Anna­bel­le zunächst nicht wirk­lich ver­steht, was damit gemeint ist. Unwei­ger­lich wird sie zu Bet­tys Opfer erko­ren, die sie schi­ka­niert, sie bedroht und sie zwingt… Weiterlesen!

Philip Kerr — Winterpferde

Philip Kerr Winterpferde23.November 2016

Der bri­ti­sche Autor Phi­lip Kerr hat ein neu­es Jugend­buch geschrie­ben: “Win­ter­pfer­de”. Eine Mischung aus Aben­teu­er­buch, his­to­ri­schem Kriegs­ro­man und der Geschich­te einer ganz beson­de­ren Freund­schaft. Außer­ge­wöhn­lich, span­nend und sehr ergrei­fend zu lesen. Lese­tipp!! Jetzt als Taschen­buch erschie­nen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

1941. Die jun­ge Kalin­ka lebt seit eini­ger Zeit ver­steckt in dem Natur­re­ser­vat Aska­nia-Nowa, in der Süd­ukrai­ne. Sie ist Jüdin und jetzt ganz allein. Ihre gesam­te Fami­lie wur­de von der SS erschos­sen. Anschluss hat sie an eine Her­de von Wild­pfer­den gefun­den. Die soge­nann­ten Prze­wal­ski-Pfer­de, eine sehr sel­te­ne Art. “Die Tie­re waren unge­wöhn­lich klug und besa­ßen eine bei­na­he kind­li­che Ver­spielt­heit, die sie noch nie bei Pfer­den gese­hen hat­te. Und viel­leicht erkann­ten sie — da sie selbst Aus­ge­sto­ße­ne waren — etwas Ähn­li­ches in Kalin­ka; zumin­dest stell­te sie sich das so vor.” (Zitat aus “Win­ter­pfer­de” S.21). Nachts schläft sie zwi­schen den war­men Kör­pern der Stu­te und des Leit­hengs­tes. In einer Holz­hüt­te in Aska­nia-Nowa lebt auch Max, er ist der Hüter des Reser­vats, mit sei­nem Hund Taras. Sein Vor­ge­setz­ter hat ihm befoh­len, ehe er vor den Deut­schen die Flucht ergriff, alle Tie­re dort zu töten. Alle: Die Hüh­ner, die Enten, die Hir­sche, die Lamas, die Kame­le, die Bisons, die Zie­gen, die Zebras, sogar die Pfaue und die Prze­wal­ski-Pfer­de, die der alte Mann beson­ders in sein Herz geschlos­sen hat­te, auch wenn sie sich von ihm nie zäh­men lie­ßen. Kei­nes der Tie­re soll­te dem Feind als Nah­rung die­nen. Doch Max bringt es … Weiterlesen!

Dolf Verroen — Krieg und Freundschaft

Dolf Verroen Krieg und Freundschaft8.Oktober 2016

Krieg und Freund­schaft” ist das neu­es­te Kin­der­buch von dem bekann­ten, nie­der­län­di­schen Auto­ren Dolf Ver­ro­en, der in sei­nem Land zahl­rei­che Prei­se gewann und eben­so den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis 2006 sein eigen nen­nen darf (für sei­nen Roman “Wie schön weiß ich bin”). Sein aktu­el­les Werk erzählt die Geschich­te eines Jun­gen in den Nie­der­lan­den wäh­rend der Zeit der Besat­zung durch die Deut­schen, und die einer Freund­schaft. Bewe­gend und mit kla­ren Wor­ten erzählt. Für Kin­der ab 10 Jah­ren, die einen authen­ti­schen Ein­blick in jene Zeit bekom­men möchten.

1940. In den Nie­der­lan­den. Seit der Krieg begon­nen und das Land besetzt ist, hat sich für den jun­gen Joop vie­les ver­än­dert. Ein Mäd­chen aus sei­ner Klas­se, die offen­sicht­lich Jüdin ist, darf nicht mehr in den Unter­richt kom­men. Es gibt nicht mehr von allen Lebens­mit­teln genug. Manch­mal muss man sich lan­ge anstel­len, um etwas zu bekom­men. Tee bei sei­ner Oma? Jetzt gibt es nur noch ekli­gen Ersatz­tee. Dafür hat Joop einen neu­en Freund gefun­den: “Ich weiß nicht, ob es an mir lag oder an mei­ner Bril­le, aber eigent­lich habe ich mich immer als Außen­sei­ter gefühlt. Egal, wie viel Mühe ich mir gab. Kees war auch ein Außen­sei­ter. […] Er war erst ein hal­bes Jahr bei uns auf der Schu­le. Ich ver­stand nicht, wie es sein konn­te, aber als er mich zum ers­ten Mal ansah, wuss­te ich, wir wür­den Freun­de wer­den.” (Zitat S.10ff) Kees wohnt in der Stadt und Joops Mut­ter mag ihn irgend­wie nicht, aber die bei­den ver­ste­hen sich gut und unter­neh­men öfters etwas zusam­men. Und sie ste­hen einander Weiterlesen!