Ab 16 Jahren

Antonia Michaelis — Das Institut der letzten Wünsche

Antonia Michaelis Das Institut der letzten Wünsche26.Feburar 2017

Das Insti­tut der letz­ten Wün­sche” von der deut­schen Sprach­künst­le­rin Anto­nia Michae­lis ist jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen. Ein Buch, das sich mit nichts weni­ger aus­ein­an­der­setzt als mit dem Tod und der Lie­be. Wort­ge­wal­tig, beson­ders — hin­rei­ßend! Gewürzt mit einer Pri­se Iro­nie, die den Leser schmun­zeln lässt und einer Por­ti­on Ernst­haf­tig­keit, die nach­denk­lich macht. Der Lese­tipp für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem Erwach­se­ne (der Roman ist in einem Ver­lag für Erwach­se­ne erschie­nen).

Die jun­ge Mat­hil­da lebt in Ber­lin. Eigent­lich woll­te sie Ärz­tin wer­den, bis sie gemerkt hat, dass das doch nichts für sie ist. Sie hat ihr Stu­di­um abge­bro­chen und arbei­tet nun seit einem Jahr in einem ganz beson­de­rer Insti­tut. Dem Insti­tut der letz­ten Wün­sche. Zusam­men mit Inge­borg erfüllt sie Men­schen, die sich an sie wen­den und die in den nächs­ten sechs Mona­ten ster­ben wer­den, einen letz­ten Wunsch. Das kann ein vor­ge­zo­ge­nes Weih­nachts­fest sein, der Wunsch nach Schnee­flo­cken im Früh­ling, nach einem Kon­zert einer bereits ver­stor­be­nen Sän­ge­rin, einem Spie­le­abend in einer Stu­den­ten WG oder eine Fahrt ins Welt­all. Mat­hil­da und Inge­borg machen das Unmög­li­che mög­lich. Dabei impro­vi­sie­ren sie jede Men­ge und las­sen sich viel ein­fal­len. Doch dann ver­liebt sich Mat­hil­da aus­ge­rech­net in Bir­ger, einer ihrer Kli­en­ten. Für ihn soll sie… Weiterlesen!

Christina Stein — Wonderland

Christina Stein - Wonderland11.Dezember 2016

Die deut­sche Auto­rin Chris­ti­na Stein hat einen Thril­ler geschrie­ben, der es in sich hat: “Won­der­land”. Eine Geschich­te, die eine Grup­pe jun­ger Erwach­se­ner an ihre Gren­zen treibt und Haupt­fi­gu­ren eines Spiels wer­den lässt, das mit dem Tod enden kann. Ein Rea­li­ty­ga­me der beson­de­ren Art: “Big Bro­ther” meets “Dschun­gel­camp” meets Ste­phen King. Ner­ven­kit­zel und Hor­ror pur — nichts für Zart­be­sai­te­te. Aber mit atem­lo­ser Span­nung. Ein wirk­lich gelun­ge­nes Buch, die­se Auto­rin muss man sich mer­ken! Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 20-jäh­ri­ge Eli­sa­beth ist schwer herz­krank. Wie lan­ge sie noch leben wird, man weiß es nicht. Um sie aus ihrer Trau­er und Lethar­gie zu befrei­en, haben ihre Freun­din­nen Ame­lie und Nel­li  sie über­re­det auf Welt­rei­se zu gehen. Mit einem Around-the-World-Ticket im Gepäck sind sie momen­tan in Thai­land gelan­det und bereits in Beglei­tung von zwei neu­en Bekannt­schaf­ten, die Ame­lie und Nel­li unter­wegs auf­ge­ga­belt haben: Ben und Colin. In einem Hotel ler­nen die Fünf Jacob ken­nen, der sie auf eine Pri­vat­par­ty in die Vil­la sei­nes Onkels ein­lädt. Eine Traum­lo­ca­ti­on direkt am Meer. Ein wah­res “Won­der­land”: “Es ist ein Ort, den man nur ein­mal im Leben betritt. In den man hin­ein­fällt wie Ali­ce ins Wun­der­land, aus Ver­se­hen und unver­mit­telt, auf die­se selt­sa­me und wun­der­sa­me Art und Wei­se.” (Zitat S.5) Doch die Idyl­le trügt, denn sie sind die ein­zi­gen Gäs­te und wer­den gegen Ende der Par­ty alle plötz­lich ohn­mäch­tig, weil jemand etwas in ihre Drinks geschüt­tet hat. Als sie erwa­chen erwar­tet sie … Weiterlesen!

Alex Gino — George

Alex Gino George25.August 2016

Alex Gino hat mit “Geor­ge” ein ganz außer­ge­wöhn­li­ches Buch geschrie­ben. Eine herz­er­wär­men­de Geschich­te über das Anders­sein und den Mut, zu sich selbst zu ste­hen. Und über ein Tabu­the­ma in der Jugend­li­te­ra­tur: Trans­se­xua­li­tät. Ein Jun­ge, der sich selbst als Mäd­chen fühlt und es eines Tages wagt, dies sei­ner Umwelt zu geste­hen. Authen­tisch und sehr ergrei­fend. Ein Roman, der erzählt wer­den muss­te. Für Jugend­li­che jeg­li­chen Alters (frü­hes­tens ab 10 Jah­ren) und Erwach­se­ne.

Der 10-jäh­ri­ge Geor­ge geht in die 4.Klasse. Manch­mal wäre er ger­ne jemand anders. Irgend­je­mand. Nur nicht er selbst. In der Schu­le wird er von zwei Jun­gen geär­gert. Mit dem einem von ihnen war er sogar ein­mal befreun­det gewe­sen: “He, da heult irgend­ein Mäd­chen wegen einer toten Spin­ne.” “Das ist kein Mäd­chen. Das ist Geor­ge.” “Wo ist da der Unter­schied?” Geläch­ter ertön­te.” (Zitat aus “Geor­ge” S.20) Aber was für die ande­ren nur ein Witz ist, ist für Geor­ge bit­te­rer Ernst. Er fühlt sich tat­säch­lich wie ein Mäd­chen. Bei Video­spie­len mit sei­nem Bru­der wür­de er am liebs­ten die Prin­zes­sin als Figur wäh­len. Er mag rosa, aber kein blau. “Geor­ge hass­te die Jun­gen­toi­let­te. […] hass­te die blau­en Flie­sen an den Wän­den, die einen immer dar­an erin­ner­ten, wo man war, als ob das ange­sichts der Uri­na­le nicht offen­sicht­lich genug wäre. Der gan­ze Raum war aus­schließ­lich für Jun­gen gemacht, und wenn Jun­gen hier waren, dann rede­ten sie stän­dig über das, was zwi­schen ihren Bei­nen war.” (Zitat S.25) Hin­ter sei­nen alten Spiel­sa­chen hat Geor­ge Weiterlesen!

Antonia Michaelis — Die Attentäter

Antonia Michaelis Die Attentäter22.August 2016

Die Atten­tä­ter” ist das neue Buch der deut­schen Auto­rin und Sprach­vir­tuo­sin Anto­nia Michae­lis. Eine Geschich­te vor den Hin­ter­grün­den der Anschlä­ge von Paris am 13. Novem­ber 2015. Ein Roman über Ter­ro­ris­mus und den Men­schen dahin­ter. Die Schil­de­rung einer Kind­heit, des Erwach­sen­wer­dens — bis hin zu einer furcht­ba­ren Blut­tat. Dies­mal in Ber­lin. Bril­lant erzählt, erschre­ckend in sei­ner Inten­si­tät und so greif­bar, als wäre es tat­säch­lich pas­siert. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und vor allem für Erwach­se­ne.

Im Alter von vier Jah­ren zog Alain mit sei­nen Eltern von der fran­zö­si­schen Küs­te nach Ber­lin. In dem Miets­haus, das sie bewoh­nen, leben auch Mar­ga­re­te und Cliff, mit denen er sich anfreun­det. Mit Mar­ga­re­te baut er “Häu­ser für Zwer­ge zwi­schen den Blu­men im Hin­ter­hof, und sie pflanz­ten mit Coco und mit Mar­ga­re­tes Mut­ter Johan­nis­bee­ren und Bana­nen. […] Mit Mar­ga­re­te war alles ein­fach und schön, und wenn ihre blas­sen, küh­len Hän­de sei­ne berühr­ten, fühl­te er sich leicht.” (Zitat aus “Die Atten­tä­ter” S.24). Mit Cliff hin­ge­gen ist es anders. Cliff zeigt ihm, wie man Stei­ne wirft und schnei­det Regen­wür­mer durch. Sei­ne Eltern leben getrennt und sei­ne Mut­ter darf er nur ab und zu sehen. Sie stu­diert, hat kaum Zeit für ihn und kann mit sei­nen gele­gent­li­chen Wut­aus­brü­chen nicht umge­hen. “Er hat­te sie schon ein paar Mal gehau­en, mit den Fäus­ten, oder getre­ten oder gebis­sen. Es gab Momen­te, in denen er Weiterlesen!

Barry Jonsberg — Das Blubbern von Glück

Barry Jonsberg Das Blubbern von Glück9.August 2016

Erfri­schend anders das ist “Das Blub­bern von Glück” von dem aus­tra­li­schen Auto­ren Bar­ry Jons­berg, das die herz­er­wär­men­de Geschich­te eines jun­gen Mäd­chens erzählt, die ver­sucht ihr Umfeld glück­lich zu machen. Wie ihr das gelingt und mit wel­chen Schwie­rig­kei­ten sie zu kämp­fen hat, das beschreibt die Haupt­fi­gur selbst auf sehr sym­pa­thi­sche Wei­se. Für Jugend­li­che (frü­hes­tens ab 10 Jah­ren) und Erwach­se­ne, die mal ein Buch lesen wol­len, das rich­tig gute Lau­ne macht! 🙂 Jetzt neu als Taschen­buch erschie­nen.

Can­di­ce ist ein ganz beson­de­res Mäd­chen. Sie ist zwölf Jah­re alt und sehr cle­ver. Sie lebt in Aus­tra­li­en. Sie mag eigent­lich alle Men­schen, auch wenn die­se sie nicht mögen. Nur Freun­de hat sie lei­der kei­ne. Alles, was sie macht, macht sie sehr genau. Manch­mal mag sie nicht reden, dann schreibt sie lie­ber auf, was sie sagt. Beson­ders gegen­über Frem­den. Sie hat einen Gold­fisch namens Erd­fer­kel-Fisch. Als ein neu­er Jun­ge namens Dou­glas in ihre Klas­se kommt, freun­det sie sich mit ihm an, weil er auch irgend­wie anders ist. Dou­glas behaup­tet aus einer ande­ren Dimen­si­on zu kom­men, in der er am liebs­ten wie­der zurück­rei­sen wür­de. Er weiß nur noch nicht so genau wie. Sein Pro­blem ist die Schwer­kraft. Von einem Baum her­un­ter­zu­sprin­gen reicht nicht, es müss­te schon höher etwas sein. Can­di­ce weiß auch noch nicht so genau wie sie ihrem neu­en Freund hel­fen könn­te. Dabei möch­te sie ger­ne so vie­len Men­schen in ihre Umge­bung glück­lich machen. Ihre Mut­ter, die krank und manch­mal viel zu trau­rig ist. Ihren Vater, der … Weiterlesen!

Colleen Hoover — Zurück ins Leben geliebt

Colleen Hoover Zurück ins Leben geliebt31.Juli 2016

Zurück ins Leben geliebt” ist das neue Buch der ame­ri­ka­ni­schen Best­sel­ler­au­to­rin Col­le­en Hoo­ver. Ein für sich allein­ste­hen­der Roman über einen beson­de­ren Pakt, eine uner­war­te­te Lie­be und jede Men­ge knis­tern­de Ero­tik. Sexy. Sinn­lich. Mit­rei­ßend. Und dies­mal defi­ni­tiv ab 16 Jah­ren! Und für Erwach­se­ne.

San Fran­cis­co. Die 23-jäh­ri­ge Stu­den­tin Tate staunt nicht schlecht, als sie abends mit ihren Umzugs­kis­ten vor der Woh­nung ihres zwei Jah­re älte­ren Bru­der Cor­bin steht, bei dem sie nun eine Zeit lang woh­nen wird und einen Betrun­ke­nen vor der Türe lie­gend fin­det. Cor­bin, der als Pilot arbei­tet, wird erst am nächs­ten Mor­gen wie­der zu Hau­se sein. Doch er will sei­nen Nach­barn Miles anru­fen, damit die­ser ihr hilft, den Betrun­ke­nen von der Türe weg­zu­schaf­fen. Lei­der stellt sich kurz dar­auf her­aus, dass Miles ihr hier­bei nicht hel­fen kann. Denn aus­ge­rech­net die­ser ist der Betrun­ke­ne. Mühe­voll schleppt Tate ihn auf Anra­ten ihres Bru­ders also in des­sen Woh­nung, wo sie ihn auf einer Couch über­nach­ten lässt: “Im ers­ten Moment den­ke ich, er sei kurz davor, sich zu über­ge­ben, dann wird mir klar, dass ich mich irre. Und wie ich mich irre. Er über­gibt sich nicht. Er weint. Und zwar so ver­zwei­felt, dass er dabei fast kei­nen Ton von sich gibt. […] Aus irgend­ei­nem Grund rührt mich der Anblick. Sein Schmerz wirkt echt und nicht so, als hät­te er bloß zu viel getrun­ken.” (Zitat aus “Zurück ins Leben geliebt” S.22) Miles hat etwas Anzie­hen­des an sich, das kann Tate auch am nächs­ten Mor­gen nicht leug­nen. Auch wenn er sich ihr gegen­über äußerst … Weiterlesen!

Sharon M. Draper — Out of my mind: Mit Worten kann ich fliegen

Sharon M. Draper - Out of my mind Mit Worten kann ich fliegen

23.Februar 2016

Nor­ma­ler­wei­se begin­ne ich eine Rezen­si­on ganz anders, aber bei “Out of my mind: Mit Wor­ten kann ich flie­gen” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Sharon M. Dra­per muss ich eine Aus­nah­me machen. Ich lese in der Woche im Durch­schnitt zwei bis drei Bücher, im Jahr unge­fähr 120 Titel. Davon bekom­men nur maxi­mal 1–3 Bücher im Jahr einen Ehren­platz im Regal. “Mit Wor­ten kann ich flie­gen” wird die­ses Jahr (bezieht sich auf die Hard­co­ver­aus­ga­be, März 2014) einen davon erhal­ten! Ein aus­ge­spro­chen berüh­ren­der Roman. Eine Geschich­te, die — und das ist mir wirk­lich noch nie pas­siert — mir sogar beim Lesen die Freu­den­trä­nen in die Augen getrie­ben hat — und mir auch nach dem Ende der Lek­tü­re so schnell nicht aus dem Kopf gegan­gen ist. Ich schrei­be dies sel­ten, aber die­ses Buch ist defi­ni­tiv eines, das gele­sen wer­den soll­te ! Für Jugend­li­che allen Alters (frü­hes­tens ab 11 Jah­ren) und beson­ders für Erwach­se­ne.

Melo­dy ist elf Jah­re alt. Sie kann nicht allei­ne essen, nicht auf Toi­let­te gehen, nicht lau­fen und vor allem nicht spre­chen. Sie lei­det schon seit frü­h­ers­ter Kind­heit an einer zereb­ra­len Kin­der­läh­mung und muss in einem Roll­stuhl fest­ge­schnallt wer­den. Das Leben für sie und ihre Eltern ist nicht immer ein­fach. Doch Melo­dy ist ein erstaun­li­ches Kind. Sie ist super intel­li­gent, hat ein foto­gra­phi­sches Gedächt­nis und liebt die Magie der Wör­ter, auch wenn sie selbst nur ein­zel­ne Lau­te von sich geben kann. Von vie­len wird sie schlicht­weg unter­schätzt und für dumm gehal­ten. Vor­ur­tei­le und Ableh­nung prä­gen… Weiterlesen!

Brendan Kiely — Aidan: Sünde. Lüge. Liebe. Mut.

Brendan Kiely Aidan16.August 2015

Der ame­ri­ka­ni­sche Autor Bren­dan Kie­ly hat mit “Aidan: Sün­de. Lüge. Lie­be. Mut.” kein ein­fa­ches Buch geschrie­ben. Ein Roman, der erns­te The­men umfasst und die ver­stö­ren­de Suche eines Jun­gen nach sich selbst in den Mit­tel­punkt rückt, der gezeich­net ist durch Ein­sam­keit, Ober­fläch­lich­keit und Miss­brauch. Miss­brauch durch einen katho­li­schen Pries­ter. Hef­tig. Kraft­voll. Anstö­ßig. Für Jugend­li­che ab 16 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Con­nec­ti­cut. Aidan ist Kind ver­mö­gen­der Eltern und wächst auf in Luxus und Leid. Sei­ne Eltern küm­mern sich nicht wirk­lich um ihn. Sei­ne Mut­ter ist die “Gran­de Dame” gesell­schaft­li­cher Tref­fen und Par­tys, die sie mit äußers­ter Per­fek­ti­on plant. Sein Vater ist nur an Kar­rie­re und Erfolg inter­es­siert und hat die Fami­lie nun kur­zer­hand ver­las­sen, um dau­er­haft mit sei­ner Gelieb­ten in Euro­pa zu leben. Aidan fühlt sich ein­sam in all der Ober­fläch­lich­keit um ihn her­um. Er lei­det unter Ängs­ten. Vor allem die Fol­gen des 11.Septembers machen ihm zu schaf­fen. “Ich wuss­te genau, dass die Leu­te Angst hat­ten. Ich hat­te die Angst in jedem ein­zel­nen Gesicht in der Schu­le auf­fla­ckern sehen, im Herbst, als wir an einem strah­len­den Diens­tag­mor­gen auf ein­mal einen Hor­ror vor Flug­zeu­gen und dem Wort Dschi­had beka­men. […] War­um hat­te ich dann das Gefühl, ich sei der Ein­zi­ge, der nach einer Art der Sta­bi­li­tät such­te, nach einer Art Nor­ma­li­tät, nach jeman­dem, der mir die­sen gan­zen Rie­sen­hau­fen Schei­ße vom Leib hielt und mir sag­te, dass alles wie­der in Ord­nung kom­men wür­de?” (Zitat aus “Aidan: Sün­de. Lüge. Lie­be. Mut.” S.19). Die Par­tys sei­ner Mut­ter über­steht Aidan nur unter Alko­hol- und Dro­gen­ein­fluss. Nichts mehr wünscht er sich, als dass die Leu­te… Weiterlesen!

Antonia Michaelis: Paradies für alle

Antonia Michaelis Paradies für alle3.August 2015

Die bekann­te, deut­sche Kin­der- und Jugend­buch­au­to­rin Anto­nia Michae­lis hat 2013 ihren ers­ten Roman in einem bel­le­tris­ti­schen Ver­lag vor­ge­legt, der jetzt frisch als Taschen­buch erschie­nen ist: “Para­dies für alle” beschäf­tigt sich mit Unge­rech­tig­keit, Ver­gäng­lich­keit und der außer­ge­wöhn­li­chen Visi­on eines Kin­des: dem Wunsch nach einem Para­dies. Ein unheim­lich ergrei­fen­des, phi­lo­so­phi­sches Buch, vol­ler Atmo­sphä­re und einer schö­nen, beson­de­ren Spra­che. Abso­lu­ter Lese­tipp!! Für Erwa­che­ne und Jugend­li­che ab 16.

Der 9-jäh­ri­ge David ist nach der Schu­le nicht nach Hau­se gekom­men. Viel­leicht ist er noch bei Freun­den, ver­mu­tet sei­ne Mut­ter Lovis, eine Künst­le­rin, die sich in letz­ter Zeit nicht all­zu viel um ihn küm­mern konn­te, weil sie eine Aus­stel­lung vor­be­rei­tet. Ihr Mann ist Arzt in einer Kli­nik und meis­tens erst spät zu Hau­se. Nach­dem alle Freun­de durch­t­e­le­fo­niert sind und auch die Poli­zei ein­ge­schal­ten wur­de, kommt spät abends plötz­lich der Anruf: David liegt nach einem Fron­tal­zu­sam­men­stoß mit einem Auto im Kran­ken­haus. Der Unfall ereig­ne­te sich jedoch auf der Auto­bahn! Was hat er dort gewollt? Jetzt liegt er mit schwe­ren Ver­let­zun­gen im Koma und nie­mand weiß, ob er jemals wie­der auf­wa­chen wird. Lovis beschließt her­aus­zu­fin­den, was in ihrem Sohn vor sich gegan­gen ist und fin­det eine geheim­nis­vol­le Klad­de unter Davids Bett. Dar­in sein Werk­statt­be­richt über ein beson­de­res Pro­jekt. Denn David war dabei ein Para­dies zu schaf­fen. Lovis beschließtWeiterlesen!

Antonia Michaelis — Im Auge des Leuchtturms

Antonia Michaelis Im Auge des Leuchtturms16.Juli 2015

End­lich wie­der neu­es Lese­fut­ter von der Meis­te­rin des Erzäh­lens: Die deut­sche Auto­rin Anto­nia Michae­lis ent­führt ihre Leser in “Im Auge des Leucht­turms” an die raue Nord­see auf eine klei­ne Insel nahe Amrum. In ihrem Kri­mi drängt sich die Ver­gan­gen­heit unauf­halt­sam in das wohl sor­tier­te Leben einer Kar­rie­re­frau und bringt die­se dazu, sich hier­mit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Sprach­lich bril­lant. Dicht erzählt und sehr atmo­sphä­risch. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 16 Jah­ren.

Die 36-jäh­ri­ge Natha­lie Schwarz, genannt Nada, hat ihr Leben per­fekt im Griff. Zusam­men mit dem homo­se­xu­el­len Frank hat sie eine Restau­rant­ket­te in Ber­lin eröff­net — Häu­ser, die vor Licht nur so erstrah­len und in aller Mun­de sind. 19-Stun­den-Tage sind für sie nor­mal. Urlaub hat sie schon seit über zehn Jah­ren nicht mehr gemacht. Freun­de zu haben, damit hat Nada schon seit Län­ge­rem auf­ge­hört, für die hät­te sie — so wie für ihre Eltern — ohne­hin kei­ne Zeit. Jede Minu­te ihres Lebens ist durch­ge­tak­tet. Sie hat alles bis ins kleins­te Detail geplant und orga­ni­siert alles und jeden. Dazu hel­fen ihr vor allem ihre drei Ter­min­pla­ner und ihre… Weiterlesen!