Ab 12 Jahren

Sara Lövestam — Wie ein Himmel voller Seehunde

Sara Lövestam Wie ein Himmel voller Seehunde20.Juni 2017

Wie ein Him­mel vol­ler See­hun­de” von der schwe­di­schen Auto­rin Sara Löves­tam ist ein Roman der lei­sen Töne. Die Geschich­te eines Som­mers und die einer zar­ten Lie­be zwi­schen zwei Mäd­chen. Behut­sam und fein­füh­lig erzählt. Die idea­le Feri­en­lek­tü­re. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Auf der Fäh­re zur Schä­ren­in­sel, auf der bei­de ihren Som­mer ver­brin­gen wer­den, begeg­nen sich ihre Bli­cke das ers­te Mal. Neh­men sich die bei­den Mäd­chen das ers­te Mal wahr. Beob­ach­ten ein­an­der heim­lich. Anna und Lopp­an, die von allen aber nur Lol­lo genannt wird. Letz­te­re, die 15 Jah­re alt ist und aus rei­chen Ver­hält­nis­sen stammt, hat auf den Urlaub auf der Insel über­haupt kei­nen Bock. Sie fühlt sich von allem pro­vo­ziert und ihre Eltern (beson­ders ihre Mut­ter) ner­ven sie: “Die bei­den sind wie zwei pene­tran­te Mücken. Zwei, die unab­läs­sig und nerv­tö­tend durch ein dunk­les Schlaf­zim­mer sur­ren und sich nicht die Boh­ne dar­um sche­ren, wie man selbst sich dabei fühlt. Man kann von Glück reden, dass sie einem nicht auch noch das Blut aus­sau­gen.” (Zitat S.51) Das schi­cke Som­mer­haus mit der Hol­ly­wood­schau­kel und dem rie­sen­gro­ßem Grund­stück und dem per­fekt getrimm­ten Rasen kommt ihr eher vor wie ein Gefäng­nis. Anna hin­ge­gen mag… Weiterlesen!

Abby Cooper — Wunderworte

Abby Cooper Wunderworte17.Mai 2017

Wun­der­wor­te” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Abby Cooper ist ein Roman über ein Mäd­chen mit einer außer­ge­wöhn­li­chen Krank­heit. Wor­te, die man über sie sagt, erschei­nen auf ihren Armen und Bei­nen. Eine berüh­ren­de Geschich­te über das Erwach­sen­wer­den, über Freund­schaft, Mut und Selbst­ver­trau­en. Ein Buch, das buch­stäb­lich unter die Haut geht! Bezau­bernd und sehr ange­nehm erzählt. Für Kin­der ab 10 bis 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 12-jäh­ri­ge Ely­se ist ein ganz beson­de­res Mäd­chen. Schon kurz nach ihrer Geburt, als der Arzt sie als “wun­der­schön” bezeich­ne­te, wur­de dies offen­sicht­lich, als genau jenes Wort plötz­lich auf ihrer Haut erschien. Dies geschah mit allen Wör­tern, mit denen sie jemand beschrieb. Sie tauch­ten auf ihren Armen oder Bei­nen auf. Eine sehr sel­te­ne Krank­heit, wie ein Fach­arzt bald dar­auf fest­stell­te, die den Namen CAV trägt, was die Abkür­zung für Cogna­dij­vi­si­bi­li­tis ist. CAV bedeu­te­te jucken­de schlim­me Wor­te und beru­hi­gen­de gute Wor­te. Es bedeu­te­te, dass ich auf­pas­sen muss­teWeiterlesen!

Fabio Geda & Marco Magnone — Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen

Fabio Geda Marco Magnone Staubgeboren: Die Stadt der Vergänglichen10.April 2017

Die ita­lie­ni­schen Auto­ren Fabio Geda und Mar­co Magno­ne haben mit “Staub­ge­bo­ren: Die Stadt der Ver­gäng­li­chen” einen dys­to­pi­schen Roman geschrie­ben, der in das West-Ber­lin der 70er ent­führt. Und eine Welt ent­ste­hen lässt, in der sämt­li­che Erwach­se­ne auf­grund einer Virus­er­kran­kung ver­stor­ben sind. Kin­der und Jugend­li­che — ganz auf sich allein gestellt. Ein Buch über den dro­hen­den Tod, über Mut, Zusam­men­halt und vor allem Soli­da­ri­tät. Unter­halt­sam und bewe­gend geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

1978. West-Ber­lin. Chris­ta, Nora und Brit­ta leben auf der Pfau­en­in­sel in einem Schloss “…in einer Stadt ohne Strom, ohne Men­schen, die sich küm­mern. In einer Stadt, in der seit zwei Jah­ren nichts mehr funk­tio­niert: Sie beginnt zu ver­fal­len, wie in Zeit­lu­pe Stück für Stück.” (Zitat aus “Staub­ge­bo­ren: Die Stadt der Ver­gäng­li­chen” S.38) Dort haben sie sich mit einem Hau­fen ande­rer Mäd­chen — sie nen­nen sich die “Havel­grup­pe” — zusam­men­ge­fun­den, nach­dem das töd­li­che Virus ihnen ihre Eltern und Ange­hö­ri­gen genom­men hat. Vor drei Jah­ren ist es erst­mals auf­ge­tre­ten und auch sie wird es … Weiterlesen!

Ava Reed — Wir fliegen, wenn wir fallen

9Ava Reed Wir fliegen, wenn wir fallen.April 2017

Mit einem bild­schö­nen Cover war­tet der Roman “Wir flie­gen, wenn wir fal­len” von der deut­schen Auto­rin und Blog­ge­rin Ava Reed auf. Eine Geschich­te über ein beson­de­res Erbe, über Schuld, Ver­lust und die Kraft der Lie­be. Ein Buch, das wirk­lich alles hat, was einen rich­tig schö­nen Schmö­ker aus­macht: es ist roman­tisch, mit Klug­heit erzählt und in einer sehr unter­halt­sa­men, berüh­ren­den Art geschrie­ben. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Ham­burg. Die 17-jäh­ri­ge Yara lebt seit dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Tan­te Em. “Ich füh­le mich wie eine alte Frau, wie jemand, der sei­nes Lebens müde ist, und nicht wie der Teen­ager, der ich bin. Viel­leicht, weil ich nicht mehr die bin, die ich war — und es auch nie mehr sein wer­de.” (Zitat S.7) Nacht für Nacht hat sie Alp­träu­me, fühlt sich schul­dig am Tod ihrer Eltern. Ger­ne besucht sie des­we­gen den alten Phil, den sie im Alters­heim ken­nen­ge­lernt hat, in dem ihre Tan­te arbei­tet. “Phil ver­steht mich, ohne dass ich etwas sagen muss. Bei ihm habe ich nicht das Bedürf­nis, jemand ande­res zu sein.” (Zitat S.18) Weil er blind ist, liest Yara ihm regel­mä­ßig vor. Doch jetzt ist Phil an einem Herz­in­farkt gestor­ben. Und die Ein­sam­keit droht Yara erneut zu über­fal­len“Mit Phil ist mein Anker ver­schwun­den, mein Halt. Er war ein Frem­der und doch mein bes­ter Freund.” (Zitat S.33) Auch Noel geht es nicht wirk­lich gut, seit sein Groß­va­ter Phil ver­stor­ben ist. Zumal er sich noch kurz vor des­sen Tod mit ihm Weiterlesen!

Tobias Rafael Junge — Deadwater: Das Logbuch

Tobias Rafael Junge Deadwater: Das Logbuch22.Februar 2017

Der deut­sche Spie­le­ent­wick­ler und Autor Tobi­as Rafa­el Junge hat mit “Dead­wa­ter: Das Log­buch” sein ers­tes Jugend­buch geschrie­ben. Eine aben­teu­er­li­che Geschich­te über 14 Jugend­li­che auf einem Schul­schiff mit­ten auf dem indi­schen Oze­an, auf dem es nicht mit rech­ten Din­gen zuzu­ge­hen scheint. Ange­rei­chert mit ein paar coo­len Krit­ze­lei­en am Ran­de des Art Tage­buchs, das die Jugend­li­chen aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven füh­ren. Kurz­wei­lig und unter­halt­sam! Für Jugend­li­che — ins­be­son­de­re Jungs & Wenig­le­ser — ab 12 Jah­ren.

Der 15-jäh­ri­ge Chris hat Mist gebaut. Eine heim­li­che Par­ty mit sei­nen Freun­den. Und irgend­wie ist er dann doch erwischt wor­den! Jetzt hat er von sei­nen Eltern eine beson­de­re Straf­maß­nah­me auf­ge­brummt bekom­men. Er soll auf eine Art Schul- und Erzie­hungs­schiff — und das für gan­ze sechs Mona­te, wie auch das schu­li­sche Ober­haupt der “Marie” es ihnen erklärt: “Ich freue mich, mit Ihnen zusam­men sechs auf­re­gen­de, lehr­rei­che und ein­zig­ar­ti­ge Mona­te zu ver­brin­gen. Sie wer­den in die­ser Zeit die Grund­la­gen und so man­che Fein­heit der klas­si­schen See­fahrt erler­nen, Dis­zi­plin und Ver­trau­en zu schät­zen wis­sen sowie Kame­rad­schaft und viel­leicht sogar Freund­schaft fin­den.” Sei­ne Stim­me hat­te mitt­ler­wei­le etwas Fei­er­li­ches. “Wenn Sie die­se Fahrt hin­ter sich gebracht haben, ist jeder Ein­zel­ne von ihnen ein neu­er, bes­se­rer Mensch, auf See und an Land. (Zitat S.41) Dar­an glaubt Chris zwar nicht wirk­lich, aber er … Weiterlesen!

Kyra Dittmann — Dark Horse Mountain

20.Februar 2017

Alle Pfer­de­lieb­ha­ber­her­zen höher schla­gen lässt die deut­sche Auto­rin Kyra Ditt­mann mit ihrem Roman “Dark Hor­se Moun­tain”, in dem sie ihre Prot­ago­nis­tin in das ame­ri­ka­ni­sche Wyo­ming schickt auf eine Ranch mit­ten in der Ein­öde. Eine uner­war­te­te Lie­be, eine Annä­he­rung an den leib­li­chen Vater und das mys­te­riö­se Ver­schwin­den von meh­re­ren Pfer­den — hier erwar­ten den Leser jede Men­ge Roman­tik, Span­nung und gute Unter­hal­tung für ein paar ent­span­nen­de Stun­den. Ost­wind lässt grü­ßen! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 15-jäh­ri­ge Roxy hat äußerst schlech­te Noten. Die Ver­set­zung in die 10.Klasse steht auf der Kip­pe. “Mensch, Roxy, du musst unbe­dingt die Nach­prü­fung schaf­fen, sonst sind wir nicht mehr in einer Klas­se!”, stieß Ame­lie her­vor. Ich nick­te gequält. Am liebs­ten hät­te ich so schnell wie mög­lich das The­ma gewech­selt, doch Ame­lie ließ nicht locker. “Was sagt denn dei­ne Mut­ter eigent­lich dazu?” (Zitat aus “Dark Hor­se Moun­tain” S.9) Roxys Mut­ter ist da wenig begeis­tert. Und streicht ihrer Toch­ter sogar den anste­hen­den Urlaub auf die Male­di­ven, auf den die Mut­ter und einer ihrer stän­dig wech­seln­den Freun­de sie eigent­lich mit­neh­men woll­ten. Doch ehe die­se Roxy auf eine Rei­se nach Eng­land schi­cken kann, um ihre mise­ra­blen Sprach­kennt­nis­se zu ver­bes­sern, fin­det das jun­ge Mäd­chen einen Brief ihres Vaters, der Weiterlesen!

Ross Welford — Zeitreise mit Hamster

Ross Welford Zeitreise mit Hamster17.Februar 2017

Der bri­ti­sche Autor Ross Wel­ford hat mit “Zeit­rei­se mit Hams­ter” eine echt schrä­ge Geschich­te geschrie­ben über das The­ma Zeit­rei­se. Ein Jun­ge erhält von sei­nem ver­stor­be­nen Vater einen Brief, in dem die­ser ihn über eine uner­war­te­te Erfin­dung (eine Zeit­ma­schi­ne!) infor­miert, die nur dar­auf war­tet, genutzt zu wer­den (und ihn zurück­zu­ho­len!). Kann das gut gehen? Ein amü­san­tes, aben­teu­er­li­ches Buch für Jugend­li­che von 10 bis 12 Jah­ren.

Alberts Vater war Inge­nieur und ziem­lich ver­narrt in Tech­nik und Phy­sik. Wahr­schein­lich hat der Jun­ge daher sei­nen beson­de­ren Namen bekom­men, denn aus­ge­schrie­be­nen heißt er: Albert Ein­stein Haw­king Chaud­hu­ry. Sein Vater heißt mit Vor­na­men Pytha­go­ras. Und er ist lei­der vor vier Jah­ren an einem Aneu­rys­ma im Kopf gestor­ben. Jetzt an sei­nem 12. Geburts­tag erhält Albert über­ra­schend ein Geschenk von ihm: “Also, Al. Das ist für dich. Von dei­nem Vater.” Ich bin sprach­los. “Wir haben es nach sei­nem Tod in sei­nen Sachen gefun­den. Er muss den Brief schon vor Ewig­kei­ten geschrie­ben haben.” […] “Was steht drin?”, fra­ge ich schließ­lich. “Ich weiß es nicht. Der Brief ist an dich per­sön­lich adres­siert. Und du soll­test ihn ver­trau­lich behan­deln.” Sie macht eine Pau­se. “Und mit nie­man­dem dar­über spre­chen.” (Zitat aus “Zeit­rei­se mit Hams­ter” S.17) Albert darf ihn auch erst nach 16 Stun­den… Weiterlesen!

Stefan Gemmel & Uwe Zissener — Befreiungsschlag

Stefan Gemmel & Uwe Zissener - Befreiungsschlag13.Feburar 2017

Für sei­nen aktu­el­len Roman “Befrei­ungs­schlag” hat sich der deut­sche Autor und Bun­des­ver­dienst­kreuz­trä­ger (für lite­ra­ri­sche Nach­wuchs­för­de­rung) Ste­fan Gemmel den Diplom­so­zi­al­ar­bei­ter und Anti-Gewalt-Trai­ner Uwe Zis­sener mit ins Boot geholt und ein Buch über ein wich­ti­ges The­ma geschrie­ben: Jugend­ge­walt und der Man­gel an Empa­thie. Ver­bun­den mit einem Anti-Gewalt-Trai­ning, das die letz­te Chan­ce für einen Jun­gen vor dem Gefäng­nis ist. Äußerst flott und inter­es­sant erzählt. Ein tol­les Buch für Jungs! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Der 17-jäh­ri­ge Maik hat Mist gebaut. Mal wie­der. Zu vie­le Prü­ge­lei­en, zu vie­le Fehl­zei­ten bei sei­ner Berufs­för­de­rungs­maß­nah­me, kei­ne Lust auf irgend­et­was, am liebs­ten mit sei­nen Freun­den abhän­gen, das kenn­zeich­net sein Leben. Doch nach sei­ner letz­ten Prü­ge­lei, die etwas eska­liert ist, fin­det er sich nun vor Gericht wie­der: “Aus den Augen­win­keln her­aus erkann­te Maik, wie sein Ver­tei­di­ger neben ihm zusam­men­zuck­te. Er selbst stand völ­lig unge­rührt an sei­nem Platz. Die Wor­te der Rich­te­rin zogen an ihm vor­bei. So wie frü­her die immer wie­der­keh­ren­den Sprü­che sei­ner Leh­rer oder heu­te die Päd­ago­gen in der sinn­lo­sen Berufs­för­de­rungs­maß­nah­me und natür­lich auch die sei­ner Mut­ter und sei­nes Groß­va­ters.” (Zitat S.6) Das Urteil der Rich­te­rin: er bekommt … Weiterlesen!

Lena Hach — Nichts wünsche ich mir mehr

Lena Hach - Nichts wünsche ich mir mehr12.Februar 2017

Die deut­sche Auto­rin Lena Hach hat mit “Nichts wün­sche ich mir mehr” einen Roman über ein abso­lu­tes Tabu­the­ma im Jugend­buch geschrie­ben: Alope­zie. Den krank­haf­te Ver­lust der Haa­re am gan­zen Kör­per. Die­ses Schick­sal ereilt ein jun­ges Mäd­chen, des­sen Leben kom­plett aus den Fugen gerät, nach die­ser scho­ckie­ren­den Dia­gno­se. Eine authen­tisch erzähl­te Geschich­te übers Anders­sein, unheim­lich berüh­rend geschrie­ben. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Ber­linFür die 16-jäh­ri­ge Katha­ri­na, genannt Katha, ist auf ein­mal alles anders gewor­den. “Ich ver­su­che ein Grin­sen. In letz­ter Zeit fällt es mir schwer, die Mund­win­kel hoch­zu­zie­hen. Es schmerzt in den Wan­gen, als wür­de ich geknif­fen. Frü­her war das anders, frü­her war ich anders. Lus­tig. Nicht so sar­kas­tisch. Spon­tan. Nicht so zöger­lich.” (Zitat S.5) Denn sie hat auf ein­mal eine kreis­run­de, kah­le Stel­le auf ihrem Kopf. Ihre Haa­re fal­len aus! Kathas Bru­der hat es zuerst bemerkt und sie noch damit auf­ge­zo­gen, dass sie eine Glat­ze bekä­me. Doch die Dia­gno­se der Ärz­te, zu denen ihre Mut­ter sie panisch hin­schleppt, ist ein­deu­tig: Alope­zie. Sie wird nach und nach Weiterlesen!

Jesper Wung-Sung — Weg mit Knut

Jesper Wung-Sung Weg mit Knut8.Februar 2017

Weg mit Knut!” von dem däni­schen Auto­ren Jesper Wung-Sung ist ein Roman, der sich dem The­ma Krebs auf eine ganz ande­re Art und Wei­se annä­hert. Ein Autor, der mit zahl­rei­chen Prei­sen sei­nes Lan­des aus­ge­zeich­net wur­de und des­sen Titel zu den meist­ge­le­se­nen Büchern in däni­schen Schu­len gehö­ren. Eine Geschich­te über eine Krank­heit, über einen beson­de­ren Freund/Feind und den Mut, nie­mals auf­zu­ge­ben. Anders, manch­mal ein wenig schräg, aber sehr berüh­rend. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eigent­lich hat Wil­liam Angst davor im Dun­keln zu schla­fen. Er hat meist ein klei­nes Licht­chen an. Aber seit Knut da ist, nicht mehr. Mit Knut ist sowie­so vie­les anders. Eines Tages ist die­ser ein­fach auf­ge­taucht, kam durch sein Fens­ter her­ein­spa­ziert und hat­te einen Zet­tel dabei, auf dem stand: Ich hei­ße Knut. Ich bin nicht wie die ande­ren. Ich suche einen Ort zum Woh­nen.” (Zitat S.11) Zuerst hass­te Wil­liam ihn: “Selbst die größ­ten Super­hel­den haben einen Erz­feind. Jetzt hat­te Wil­liam sei­nen gefun­den. Das mach­te ihn selt­sa­mer­wei­se stär­ker, und sei­ne Stim­mung bes­ser­te sich. Er hass­te Knut aus tiefs­tem Her­zen.” (Zitat S.12) Er dach­te sich alle mög­li­chen Arten aus, um Knut los­zu­wer­den und umzu­brin­gen: er erstick­te ihn mit einem Kopf­kis­sen, ertränk­te ihn in … Weiterlesen!