Brigitte Blobel — Liebestot

Brigitte Blobel Liebestot11.August 2014

Die bekann­te, deut­sche Kin­der- und Jugend­buch­au­to­rin Bri­git­te Blo­bel, die beson­ders durch ihre pro­blem­be­haf­te­ten Rea­li­ty-Roma­ne erfolg­reich wur­de, legt nun mit “Lie­bes­tot” einen ers­ten Thril­ler vor. Und auch das kann sie gut! In des­sen Mit­tel­punkt ste­hen eben­falls bewe­gen­de The­men: Sehn­sucht nach Tod, Mani­pu­la­ti­on und eine gefähr­li­che Lie­be. Für Jugend­li­che ab 12 und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Mer­le war schon lan­ge nicht mehr ver­liebt. Seit zwei Jah­ren hat­te sie schon kei­nen Freund mehr. Wenn dann auch die bes­te Freun­din nur noch im Dop­pel­pack unter­wegs ist, ist das auch nicht gera­de för­der­lich, um sich weni­ger ein­sam zu füh­len. Zum Glück gibt es da Noah, den Mer­le vor eini­gen Wochen auf Face­book ken­nen­ge­lernt hat und mit dem sie nun ab und zu chat­tet. Er inter­es­siert sich beson­ders dafür, dass sie auf einem Fried­hof arbei­tet (ihre Eltern betrei­ben eine Fried­hofs­gärt­ne­rei) und löchert sich mit Fra­gen über den Tod. Und dann schlägt Noah ihr sogar vor in den Som­mer­fe­ri­en etwas gemein­sam zu unter­neh­men! Eine Rei­se in die ein­sa­me, unbe­rühr­te Natur im Nor­den Schott­lands mit Noah und zwei ande­ren Freun­den. Mer­le schafft es ihre Eltern zu über­zeu­gen. Aber — Über­ra­schung: es ist nur Noah, den sie in Schott­land trifft. Von sei­nen zwei Freun­den kei­ne Spur. Noah woll­te Brigitte Blobel Liebestotsie nun wohl doch nicht dabei haben. Auch wenn er auf Mer­le sehr reif und erwach­sen wirkt, ist er manch­mal sprö­de, wort­karg und abwei­send ihr gegen­über. Den­noch kann Mer­le sich nicht dage­gen erweh­ren, ihn trotz allem sehr attrak­tiv zu fin­den. Er ist geheim­nis­voll und unnah­bar. Eigent­lich weiß sie auch nicht wirk­lich viel über ihn. Und trotz­dem lässt sie sich auf die Rei­se mit ihm ein. Nichts ahnend, dass Noah einen töd­li­chen Plan ver­folgt…

Par­al­lel zu Mer­les Geschich­te wird noch ein wei­te­rer Erzähl­strang dazwi­schen gescho­ben. Ein Bau­er erzählt, wie er plötz­lich in der Ein­öde auf zwei Pfer­de trifft, von denen eines schwer ver­letzt ist. Es hat eine Schuss­wun­de! Der Leser weiß noch nicht, was pas­siert ist, erfährt aber bald, dass dies wohl irgend­et­was mit Noah und Mer­le zu tun haben muss, die vor haben, auf Pfer­den die Gegend unsi­cher zu machen. Die­se gele­gent­li­chen Zwi­schen­ka­pi­tel erzeu­gen unheim­lich viel Span­nung und sind raf­fi­niert gemacht. Etwas selt­sam fand ich per­sön­lich jedoch, dass Mer­le so ein­fach mit einem Unbe­kann­ten in den Urlaub fährt und sich nicht mal zumin­dest vor­her kurz mit ihm trifft, um zu schau­en, ob sie sich über­haupt ver­ste­hen. Chat­ten allein erscheint da ein wenig wage­mu­tig. Was aller­dings wirk­lich gran­di­os an “Lie­bes­tot” ist, ist das Cover — ein ech­ter Hin­gu­cker!Lesealternativen

Du magst Bri­git­te Blo­bel auf­grund ihrer Rea­li­ty-Roma­ne? Eine gute Alter­na­ti­ve hier­bei ist Jana Frey. Sehr fein­füh­lig schrei­ben auch Sarah Des­sen und Eliza­beth Scott. Oder lie­ber etwas ähn­lich Span­nen­des, in denen von einem Jun­gen eine Gefahr aus­geht? Dann lies doch Bit­ter Love” von Jen­ni­fer Brown oder Moor­see­len” von Hei­ke Eva Schmidt. Rich­tig klas­se ist auch Der Mär­chen­er­zäh­ler” von Anto­nia Michae­lis!

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40243-6
Erscheinungsdatum: 11.August 2014
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 7,99€
Seitenzahl: 288
Übersetzer: -
Originaltitel: - 
Originalverlag: -
Originalcover: 

Kasimiras Bewertung:

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