Angela Mohr — Vergiss nicht, dass du tot bist

Angela Mohr Vergiss nicht, dass du tot bist30.September 2013

Die deut­sche Autorin Ange­la Mohr hat nach “Wach auf, wenn du dich traust” einen neu­en Thril­ler geschrie­ben: “Ver­giss nicht, dass du tot bist”. Eine packen­de Geschich­te über Organ­spen­de und Rache. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

End­lich hat Sabi­na ein neu­es Herz bekom­men. So lan­ge schon stand sie auf der Spen­der­lis­te. Zum Schluss ging es ihr wirk­lich schlecht und sie wur­de nur noch von einem Kunst­herz am Leben gehal­ten. Doch jetzt ist es vor­bei mit Sauer­stoff­wa­gen, Kraft­lo­sig­keit und Ein­ge­schränkt­heit: Sabi­na fängt an ihr Leben wie­der zu genie­ßen. Dazu hat sie sich eine Lis­te gemacht, mit Din­gen, die sie nun unbe­dingt tun möch­te! Sich ver­lie­ben, einen Berg bestei­gen, einen Baum pflan­zen. Zum Glück gibt es da Yuri, Sabi­nas bes­te Freun­din, die ihr eif­rig beim Umsät­zen der Lis­te zur Sei­te steht. Aber auch ihr ist es nicht ent­gan­gen, dass Sabi­na sich seit der Trans­plan­ta­ti­on ein wenig ver­än­dert hat. Was bedeu­ten die Biss­spu­ren an ihren Armen, die sie sich nachts unbe­wusst zufügt? War­um mag sie auf ein­mal kei­ne Him­beer­tor­te mehr, die sie frü­her geliebt hat? Und wes­halb hat sie in letz­ter Zeit wie­der­holt das Gefühl, dass sie ver­folgt wird?

Angela Mohr Vergiss nicht, dass du tot bistAnge­la Mohr schreibt über inter­es­san­te The­men. Und sie ver­knüpft die­se stets mit einem span­nen­den Hand­lungs­strang. In ihrem ers­ten Buch “Wach auf, wenn du dich traust” (völ­lig unab­hän­gig von­ein­an­der zu lesen) schrieb sie über Mob­bing und Zivil­cou­ra­ge, jetzt hat sie sich das The­ma Organ­spen­de aus­ge­sucht. Hier­bei beleuch­tet sie auch das Leben der Ange­hö­ri­gen eines Men­schen, die eine Bezugs­per­son ver­lo­ren haben, wel­che gleich­zei­tig Organ­spen­der wur­de. Denn das The­ma Organ­spen­de kann jeden betref­fen. Zu schnell pas­sie­ren töd­li­che Unfäl­le. Nicht jeder hat sich zuvor mit die­ser The­ma­tik aus­ein­an­der­ge­setzt. Soll ich? Soll ich nicht? Und wie geht es einem eigent­lich, wenn man selbst auf ein Spen­der­or­gan ange­wie­sen ist? Ange­la Mohr hat “Ver­giss nicht, dass du tot bist” mit berüh­ren­der Emo­tio­na­li­tät geschrie­ben. Eine Geschich­te, die zum Nach­den­ken anre­gen wird. Ide­al auch für eine Buch­vor­stel­lung oder als Klas­sen­lek­tü­re.Lesealternativen

Alter­na­ti­ven zum The­ma Organ­spen­de im Jugend­buch sind: Voll­endet” von Neal Shus­ter­man (pro­vo­kant!) und “Heart­beat away” von Lau­ra Sum­mers. Für Leser ab 11 Jah­ren gibt es Edwards Augen” von Patri­cia MacLach­lan (trau­rig und schön gleich­zei­tig!). Magst du Bücher, in denen es um eine Lis­te geht, die sich eine Haupt­per­son schreibt? Dann könn­test du das seit Jah­ren erfolg­rei­che “Bevor ich ster­be” von Jen­ny Down­ham lesen oder das unbe­kann­te­re “To do!” von End­re Lund Erik­sen.

Bibliografische Angaben:
Schilder was wo wer wannVerlag: Arena
ISBN: 978-3-401-02777-7
Erscheinungsdatum: 2.Juni 2014
Einbandart: Taschenbuch
Preis: 6,99€
Seitenzahl: 280
Übersetzer: -
Originaltitel: -
Originalverlag: -
Originalcover: -

Kasimiras Bewertung:

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2.Bild v. oben: © www.JenaFoto24.de/pixelio.de

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