Monatliches Archiv: September 2016

Angela Mohr — Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen

Angela Mohr Zwei Tage, zwei Nächte und die Wahrheit über Seifenblasen30.September 2016

Die Stutt­gar­ter Auto­rin Ange­la Mohr zeigt mit ihrem neu­en Roman “Zwei Tage, zwei Näch­te und die Wahr­heit über Sei­fen­bla­sen”, dass sie auch anders kann: Abseits knall­har­ter Rea­li­ty­the­men (wie Mob­bing, Organ­spen­de, Sek­te) wagt sie sich dies­mal an eine zar­te Lie­bes­ge­schich­te. Zwei Men­schen auf der Flucht vor den unter­schied­lichs­ten Din­gen tref­fen zusam­men. Eine Begeg­nung, die alles ver­än­dert. Gefühl­voll und flott erzählt. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Schnell ren­nen, das kann der 16-jäh­ri­ge Nik. Schul­den machen, dar­in ist er auch nicht schlecht. Nur das mit dem Zurück­zah­len klappt lei­der nicht so gut. Des­halb sind sei­ne Schuld­ner ihm auch stets dicht auf den Fer­sen. “Ich ren­ne. Wer auch immer hin­ter mir her ist, rennt mit, ich spü­re jeden­falls sei­ne Schrit­te, obwohl ich nichts höre außer mei­nem klop­fen­den Her­zen und der unauf­hör­lich schril­len­den Sire­ne in mei­nem Hirn, die mir den letz­ten Nerv raubt.” (Zitat aus “Zwei Tage, zwei Näch­te und die Wahr­heit über Sei­fen­bla­sen” S.8) In letz­ter Sekun­de schafft Nik es in einen abfah­ren­den Zug. Sei­nen Ver­fol­ger hat er abge­schüt­telt, dafür gerät er jedoch ins Visier eines … Weiterlesen!

Esther Ehrlich — Nest

Esther Ehrlich - Nest19.September 2016

Nest” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Esther Ehr­lich ist ein Roman über eine Fami­lie, deren Leben durch die plötz­li­che Dia­gno­se Mul­ti­ple Skle­ro­se der Mut­ter völ­lig auf den Kopf gestellt wird. Eine Geschich­te über Krank­heit, Depres­si­on, Zusam­men­halt und den Wert der Freund­schaft, die zum Anker wird, wenn alles ande­re zu zer­bre­chen droht. Authen­tisch, berüh­rend und erschüt­ternd zugleich. Kein ein­fa­ches Buch, aber ein wert­vol­les (zumal es im Jugend­buch fast kei­ne Bücher über die­se Krank­heit gibt). Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Cape Cod. Eine Halb­in­sel im Süd­os­ten von Mas­sa­chu­setts. Hier am Meer lebt die 11-jäh­ri­ge Nao­mi, die von allen nur “Chirp” genannt wird, mit ihrer Fami­lie. Sie geht in die fünf­te Klas­se und liebt neben dem Beob­ach­ten von Vögeln auch das Tan­zen über alles. So wie ihre Mut­ter, eine pro­fes­sio­nel­le Tän­ze­rin, die Cho­reo­gra­phi­en ent­wi­ckelt und sogar ein eige­nes Stu­dio hat. “Na komm, mein Spatz”, sagt sie und tanzt vor mir her­um. Sie stellt den Plat­ten­spie­ler sogar noch lau­ter. Ich neh­me ihre Hand und sie führt mich in die Mit­te der Küche. […] Ich könn­te Mom den gan­zen Abend nur anschau­en, wenn sie die Augen so fest geschlos­sen hat und mit ihrem ruhi­gem, wun­der­schö­nen Lächeln auf den Lip­pen tanzt.” (Zitat aus “Nest” S.22) Doch in letz­ter Zeit tanzt Chirps Mut­ter nicht mehr soWeiterlesen!

Andrew Norriss — Jessicas Geist

Andrew Norriss Jessicas Geist18.September 2016

Der bri­ti­sche Autor Andrew Nor­riss hat mit “Jes­si­cas Geist” eine über­ra­schend klu­ge Geschich­te über das The­ma Anders­sein geschrie­ben. Ein Roman über Freund­schaft, Ausgrenzung/Mobbing und Sui­zid. Mit einem Geist in der Haupt­rol­le. Ein groß­ar­ti­ges Buch! Unter­halt­sam, sen­si­bel und ein­fach herz­er­wär­mend erzählt. Eine Geschich­te, die man gele­sen haben soll­te. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Eigent­lich will sich Fran­cis in sei­ner Mit­tags­pau­se nur ein ruhi­ges Plätz­chen auf dem Pau­sen­hof suchen. Selbst die eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren drau­ßen schre­cken ihn nicht ab. Er will allei­ne sein. Nach­den­ken. Bis sich auf ein­mal ein unbe­kann­tes Mäd­chen zu ihm setzt. Eines, das nur ein kur­zes Kleid trägt, aber über­haupt nicht zu frie­ren scheint. Höf­lich bie­tet Fran­cis ihr einen Schluck aus sei­nem Ther­mos­be­cher an. “Redest du… redest du mit mir?” frag­te sie. “Ja, sor­ry.” Fran­cis zog den Ther­mos­be­cher wie­der zurück. “Wird nicht noch mal vor­kom­men.” “Und du ver­stehst, was ich sage?” “Ja”, sag­te Fran­cis. “Noch mal sor­ry.” Das Mäd­chen run­zel­te die Stirn. “Aber nie­mand kann mich sehen! Oder hören!” “Nein?” “Außer…” Das Mäd­chen sah ihn ange­strengt an. “Du bist nicht zufäl­lig auch tot, oder?” “Äh, nein, ich glau­be nicht.” (Zitat S.9) Was Fran­cis dar­auf­hin erfährt, ist gera­de­zu unglaub­lich. Denn das Mäd­chen, das sichWeiterlesen!

Ursula Poznanski — Elanus

Ursula Poznanski Elanus15.September 2016

Die öster­rei­chi­sche Best­sel­ler­au­to­rin Ursu­la Pozn­an­ski hat ein neu­es Jugend­buch ver­öf­fent­licht: “Ela­nus”. Ein Thril­ler über einen äußerst intel­li­gen­ten Jun­gen, der eine eige­ne Droh­ne besitzt, mit der er sei­ne Umge­bung aus­spio­nie­ren kann. Doch man­che Geheim­nis­se sei­ner Mit­men­schen soll­te man lie­ber nicht ken­nen… Hoch­bri­sant, aktu­ell und span­nend geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Der 17-jäh­ri­ge Jona hat ein Voll­sti­pen­di­um für die Eli­te-Uni­ver­si­tät in Rothen­heim erhal­ten. Auch wenn er äußerst intel­li­gent für sein Alter ist, hapert es bei ihm manch­mal mit den sozia­len Fer­tig­kei­ten: “Darf ich Sie fra­gen, wie alt Sie sind?” [Fra­ge eines Dozen­ten] “Sieb­zehn und so hoch­be­gabt, dass es kaum noch aus­zu­hal­ten ist. Voll­sti­pen­di­um, per­sön­li­che Ein­la­dung des Rek­tors und des Bei­rats der Schu­le, die wahr­schein­lich hofft, sich einen künf­ti­gen Nobel­preis­trä­ger unter die Absol­ven­ten zu holen.” Wie­der ein Satz, den er sich eben­so hät­te ver­knei­fen kön­nen. Ver­dammt, er lern­te es ein­fach nicht.” (Zitat aus “Ela­nus” S.19) Glück­li­cher­wei­se lernt Jona ein Mäd­chen ken­nen, das ihn auf Anhieb ver­zau­bert: Lin­da. Mit gro­ßer Mühe gelingt es ihm sogar, ihre Han­dy­num­mer zu erhal­ten. Denn die­se Num­mer ist der Schlüs­sel für “Ela­nus”, Jonas eigens ent­wi­ckel­te Droh­ne, dieWeiterlesen!

Elisabeth Herrmann — Die Mühle

Elisabeth Herrmann - Die Mühle14.September 2016

Die deut­sche Best­sel­ler-Auto­rin Eli­sa­beth Herr­mann lie­fert mit “Die Müh­le” - das dies­mal expli­zit als All-Age-Thril­ler aus­ge­wie­sen wird — wie­der span­nen­de Unter­hal­tung für Jung und Alt. In all ihrer erzäh­le­ri­schen Bra­vour ent­führt sie die Leser auf eine Art Klas­sen­tref­fen in die tsche­chi­schen Wäl­der. Schau­platz: eine geheim­nis­vol­le Müh­le. Haupt­dar­stel­ler: eine alte Cli­que, eine Außen­sei­te­rin und das Grau­en, das lang­sam um sich greift. Bril­lant geschrie­ben und fes­selnd von Anfang an. So muss ein Thril­ler sein! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 20-jäh­ri­ge Lana stu­diert in Ber­lin. Zuletzt hat sie in einer Klein­stadt ihr Abitur gemacht, die sie aber schnell wie­der ver­las­sen woll­te. Umso grö­ßer ist die Über­ra­schung, als sie aus­ge­rech­net an ihrer Uni auf John­ny trifft, der damals zwei Klas­sen über ihr war und der IN-Cli­que schlecht­hin ange­hör­te. “Eine leich­te, flat­ter­haf­te Fröh­lich­keit lag über die­ser Grup­pe, ein so unan­ge­streng­tes Selbst­be­wusst­sein, dass ich im ers­ten Moment mit nichts ande­rem als Neid und Eifer­sucht reagie­ren konn­te. Sie hat­ten alles, was mir fehl­te. Sie sahen blen­dend aus, jeder ein­zel­ne von ihnen, und sie hat­ten im Dra­chen­blut der Freund­schaft geba­det, das unver­wund­bar mach­te…” (Zitat aus “Die Müh­le” S.18). Durch Zufall erfährt Lana, dass John­ny — nach Jah­ren ohne Kon­takt zuein­an­der — eine Ein­la­dung zu einem Tref­fen jener Cli­que erhal­ten hat. Doch durch einen Sturz… Weiterlesen!

Patricia Schröder — Blind Walk

Patricia Schröder Blind walk12.September 2016

Blind Walk” von der deut­schen Auto­rin Patri­cia Schrö­der ist ein sou­ve­rän erzähl­ter Thril­ler über das Über­le­ben einer Grup­pe in der wil­den Natur, Ver­trau­en und Miss­trau­en und einer unheil­vol­len Gefahr, die ihnen droht. Unter­halt­sam und fes­selnd geschrie­ben. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Die 17-jäh­ri­ge Lida und ihr drei Jah­re älte­rer Freund Jesper neh­men an einem soge­nann­ten “Blind Walk” teil. Aus­ge­setzt mit­ten in der Natur ver­su­chen sie sich mit nur weni­gen Hilfs­mit­teln und in einer Grup­pe von Frem­den zurück in die mensch­li­che Zivi­li­sa­ti­on zu schla­gen. Ihre Mut­ter hat Lida ange­lo­gen. Sie wür­de bei einer Freun­din über­nach­ten. Zudem muss Jesper die Ver­ant­wor­tung für sie über­neh­men, da sie noch nicht voll­jäh­rig ist und an dem Event sonst nicht teil­neh­men dürf­te. Vier Mäd­chen und drei Jungs umfasst die Grup­pe. Vor den ande­ren behaup­tet Jesper Lida sei sei­ne Cou­si­ne, weil das sonst die Grup­pen­dy­na­mik stö­re. Und auch sonst ver­hält er sich irgend­wie merk­wür­dig. Doch dann über­schla­gen sich plötz­lich die Ereig­nis­se. Der Ver­an­stal­ter, der sie im Wald aus­ge­setzt hat, taucht auf. Tot. Einer der Jungs … Weiterlesen!

Paige McKenzie mit Alyssa Sheinmel — Sunshine Girl: Die Heimsuchung

Paige McKenzie mit Alyssa Sheinmel Sunshine Girl Die Heimsuchung4.September 2016

Sunshi­ne Girl: Die Heim­su­chung” von dem ame­ri­ka­ni­schen You­Tube-Star­lett Pai­ge McKen­zie und der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Alys­sa Shein­mel ist ein Roman, der auf der (immer noch fort­lau­fen­den) Hor­ror-Web­se­rie “The hauting of Sunshi­ne Girl” basiert. Das Buch erzählt die Geschich­te eines jun­gen Mäd­chens, das mit ihrer Mut­ter in ein neu­es Haus zieht, in dem es zu spu­ken scheint. Schön schau­rig! Für alle, die sich ger­ne ein biss­chen gru­seln möch­ten und min­des­tens 14 Jah­re alt sind. Auch für Erwach­se­ne.

Die 16-jäh­ri­ge Sunshi­ne und ihre (Adoptiv-)Mutter sind von Texas nach Washing­ton gezo­gen. In eine Klein­stadt namens Rid­ge­mont. Ihre neue Blei­be gefällt Sunshi­ne gar nicht: “Mom, das Haus ist gru­se­lig.” Wir sind die Kies­ein­fahrt zu unse­rem neu­en Zuhau­se erst halb hoch­ge­fah­ren, aber das erken­ne ich schon jetzt.” (Zitat aus “Sunshi­ne Girl: Die Heim­su­chung” S.10) Und sie täuscht sich kei­nes­wegs. Denn selt­sa­me Din­ge pas­sie­ren in die­sem Gebäu­de. Sunshi­ne hört merk­wür­di­ge Schrit­te, ein Kin­der­la­chen, obwohl doch nie­mand außer ihr und ihrer Mut­ter im Haus ist. Türen schla­gen auf ein­mal zu und Tem­pe­ra­tur sinkt schlag­ar­tig her­ab. “Plötz­lich spü­re ich, wie Weiterlesen!

Das neue Thema des Monats September: Außenseiter sein

Nicht dazu­ge­hö­ren…

Thema des Monats AußenseiterAus­ge­grenzt wer­den. Sich allei­ne füh­len. Das The­ma “Außen­sei­ter” gibt es im Jugend­buch immer wie­der. Anders­sein heißt jedoch nicht unbe­dingt, dass man sich ändern muss. Es kann auch bedeu­ten, dass man ler­nen darf zu sich selbst zu ste­hen. Mut zu zei­gen und sei­nen eige­nen Weg zu gehen — egal, was die ande­re sagen! Dadurch indi­rekt auch wie­der Vor­bild für ande­re sein. Hol dir ein paar Anre­gun­gen, erle­be, wie es ande­ren geht, die sich viel­leicht ähn­lich füh­len.

Aus­ge­wähl­te Lek­tü­re für nach­denk­li­che, unter­halt­sa­me Stun­den. Viel Spaß beim Stö­bern!… Weiterlesen!