Monatliches Archiv: November 2015

Tino Schrödl — Die Regeln des Schweigens

Tino Schrödl - Die Regeln des Schweigens14.November 2015

Die Regeln des Schwei­gens” von dem deut­schen Autor Tino Schrödl ist ein Roman über einen beson­de­ren Geheim­klub, über Geheim­nis­se, Macht und Mani­pu­la­ti­on. Schon das inter­es­sant gestal­te­te Cover macht neu­gie­rig auf die­ses Buch. Unter­halt­sam erzählt. Für Jugend­li­che (beson­ders Jungs) ab 12 Jah­ren.

Phils Schu­le ist abge­brannt. Die Poli­zei geht von Brand­stif­tung aus und jetzt muss Phil auf eine ande­re Schu­le wech­seln. Glück­li­cher­wei­se besucht er mit Mona, die vor­her in sei­ner Par­al­lel­klas­se war und für die er heim­lich schwärmt, nun den­sel­ben Unter­richt und kommt ihr unver­hofft näher. Eines Tages lädt sie ihn sogar ein, ihre Freun­de ken­nen­zu­ler­nen. Phil lan­det mit­ten in einem Geheim­klub, in den er auf­ge­nom­men wird. Mit Mit­glie­dern so unter­schied­lich wie Feu­er und Was­ser. In der Schu­le “ken­nen” sie ein­an­der nicht wirk­lich, eine Hüt­te auf einem abge­le­ge­nes Grund­stück ist ihr regel­mä­ßi­ger Treff­punkt. “Wir spü­ren Geheim­nis­se auf und hal­ten sie fest. Auch wenn sie im ers­ten Moment banal erschei­nen. Wir erzäh­len sie nicht wei­ter, denn wir wol­len nie­man­dem scha­den. Manch­mal schrei­ten wir ein. Wenn wir füh­len, dass wir etwas bewir­ken oder hel­fen kön­nen. Aber meist begnü­gen wir uns damit, sie auf­zu­schrei­ben.” (Zitat aus “Die Regeln des Schwei­gens” S.48). Jedes der Mit­glie­der muss den ande­ren in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ein Geheim­nis prä­sen­tie­ren. Und es gibt fes­te Regeln, an die sich jeder hal­ten muss. Das ers­te Geheim­nis, das Phil opfern muss, betrifft aus­ge­rech­net… Weiterlesen!

Hayley Long — Sophie Soundso

Hayley Long Sophie Soundso9.September 2015

Die eng­li­sche Auto­rin Hay­ley Long hat mit “Sophie Soundso” einen Roman geschrie­ben, der sich mit der Suche nach der eige­nen Iden­ti­tät aus­ein­an­der­setzt. Ein außer­ge­wöhn­li­ches Buch, das mit einer ganz eige­nen Spra­che erzählt wird. Ein Stil­mit­tel, das stol­pern, inne­hal­ten, stau­nen und amü­sie­ren lässt! Für Leser beson­de­rer Bücher. Ab 12 Jah­ren bereits geeig­net und für Erwach­se­ne.

Sophie ist 14 Jah­re alt und wohnt zusam­men mit ihren Eltern in einer Miets­woh­nung in Brüs­sel. Das Mäd­chen pla­gen selt­sa­me, plötz­lich wie­der auf­tau­chen­de Erin­ne­run­gen an ihre Kind­heit. Sie war sie­ben Jah­re alt, als sie lern­te ihren schwie­ri­gen, lan­gen, flä­mi­schen Nach­na­men zu schrei­ben: Nieu­wen­le­ven. Er bedeu­tet “Neu­es Leben”. “Ist es gut, ein neu­es Leben zu haben?” […] Natür­lich ist das gut”, sag­te er. “Und ich ver­spre­che dir, Sophie Nieu­wen­le­ven, der Anfang war viel­leicht nicht ein­fach für uns, aber von jetzt an wird alles gut gehen. Alles wird gut.” (Zitat aus Sophie Soundso” S.17) Das ver­sprach ihr Vater ihr damals. Doch ihr Vater, der Sophie erzähl­te, dass sie bel­gi­sche Vor­fah­ren hät­ten, hat sie ange­lo­gen. Und das ahnt das Mäd­chen mitt­ler­wei­le. Denn sie erin­nert sich an eine Rei­se als sie fünf war, … Weiterlesen!

Dan Gemeinhart — Die wirkliche Wahrheit

Dan Gemeinhart Die wirkliche Wahrheit4.November 2015

Der deutsch-ame­ri­ka­ni­sche Autor Dan Gemein­hart hat mit “Die wirk­li­che Wahr­heit” einen Roman über einen krebs­kran­ken Jun­gen, einen letz­ten Wunsch, Freund­schaft und den treus­ten Hund der Welt geschrie­ben. Ein Road­mo­vie. Eine Suche. Eine dra­ma­ti­sche und zutiefst berüh­ren­de Geschich­te. Lese­tipp! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Wen­at­chee. Bun­des­staat Washing­ton. Der 12-jäh­ri­ge Mark ist von zu Hau­se abge­hau­en. “Der Berg rief nach mir. Ich muss­te ein­fach weg­lau­fen. Ich konn­te nicht anders.” (Zitat aus “Die wirk­li­che Wahr­heit” S.9). Der Mount Rai­nier ist sein Ziel, 4392 Meter hoch. Auf ihn hin­auf möch­te er. Auch wenn dies bei­na­he unmög­lich ist. Es sind 263 Mei­len, die ihn von sei­nem Ziel tren­nen. Und eine Krank­heit, die sich Krebs nennt. “Irgend­wo da drau­ßen in der Dun­kel­heit war Jes­sie, mei­ne bes­te Freun­din. Und mei­ne Mut­ter und mein Vater. Ihre Gesich­ter tauch­ten ver­schwom­men vor mir auf. Sie wuss­ten nicht, dass ich fort­ging. Und sie wuss­ten auch nicht, wo ich hin­woll­te. Sie wür­den mich nicht fin­den kön­nen. Sie wür­den mir nicht hel­fen kön­nen.” (Zitat S.13) Nie­mand kann Mark mehr hel­fen. Denn er wird ster­ben. Auf dem Weg zum Mount Rai­nier wird er mit eini­gen Pro­ble­men kon­fron­tiert: Er muss die Poli­zei aus­trick­sen, die ihm… Weiterlesen!