Monatliches Archiv: Oktober 2015

Arne Svingen — Die Ballade von der gebrochenen Nase

Arne Svingen Die Ballade von der gebrochenen Nase 28.Oktober 2015

Wie Boxen und Musik zusam­men­pas­sen kann (oder auch nicht;-)), das zeigt der nor­we­gi­sche Autor Arne Svin­g­en in sei­nem Roman “Die Bal­la­de von der gebro­che­nen Nase”. Er erzählt vom Erwach­sen­wer­den, von Stär­ken und Schwä­chen und dem Mut, zu sich selbst zu ste­hen. Auf beschwing­te und zugleich erns­te Wei­se und mit viel Situa­ti­ons­ko­mik. Ein kurz­wei­li­ges (192S.) und sehr schö­nes Buch! Beson­ders für Jungs ab 12 Jah­ren geeignet.

Nor­we­gen. Sei­ne Mut­ter hat den 12-jäh­ri­gen Bart nach einer Figur aus den “Simp­sons” benannt. Etwas Gro­ßes soll aus ihm wer­den. Und hart im Neh­men, das soll er am bes­ten auch sein. Des­halb schickt sei­ne Mut­ter, die zuwei­len mal ver­gisst die Strom­rech­nun­gen zu bezah­len und ihr Geld vom Sozi­al­amt bekommt, ihn auch zum Boxen. “Ich glau­be, Mama hät­te ger­ne einen Sohn, der här­ter im Neh­men ist. Des­halb gehe ich zum Boxen. Irgend­wann wirst du mir dafür dank­bar sein, dass du das gelernt hast, sagt Mama immer. Nicht, dass ich jemals Geld­ein­trei­ber oder Auf­trags­kil­ler wer­den möch­te, aber es kann doch sein, dass jemand vor­hat, mich zum Krüp­pel zu schla­gen. Und dann kann es ja sein, dass ich Mama dank­bar bin. Es kommt ein biss­chen dar­auf an, wer gewinnt.” (Zitat aus “Die Bal­la­de von der gebro­che­nen Nase” S.12). Barts gro­ße Lei­den­schaft hin­ge­gen ist das Weiterlesen!

Antje Szillat — Die Tiefen deines Herzens

Antje Szillat - Die Tiefen deines Herzens23.Oktober 2015

Rich­tig gute Unter­hal­tung für ent­spann­te, roman­ti­sche Lese­stun­den hat die deut­sche Auto­rin Ant­je Szil­lat geschrie­ben: “Die Tie­fen dei­nes Her­zens”. Jetzt neu als Taschen­buch! Ein Roman über Lie­be, das Erwach­sen­wer­den und ver­wir­ren­de Gefüh­le. Ein wirk­lich sehr emp­feh­lens­wer­tes und beein­dru­ckend erzähl­tes Buch! Für Jugend­li­che ab 14 und jun­ge Erwachsene.

Als 7-Jäh­ri­ge hat sich Leni gewünscht auch ein­mal in das tol­le Baum­haus ihrer neu­en Nach­barn zu dür­fen. Der ein Jahr älte­re Felix, des­sen Mut­ter ihn und sei­nen Vater ein­fach im Stich gelas­sen hat­te, hat sich dort sein Nest ein­ge­rich­tet. Mit­hil­fe einer Bestechung in Form von Süßig­kei­ten bekam sie schließ­lich Zugang — der Beginn einer wun­der­ba­ren Freund­schaft! Heu­te ist Leni 17 und Felix ist noch immer ihr bes­ter Freund. Doch gera­de als sich zwi­schen ihnen plötz­lich mehr zu ent­wi­ckeln scheint und sie sich eines Abends das ers­te MalWeiterlesen!

Louisa Reid — Jeden Tag ein bisschen mehr

Louisa Reid Jeden Tag ein bisschen mehr22.Oktober 2015

Jeden Tag ein biss­chen mehr” von der eng­li­schen Auto­rin Loui­sa Reid ist ein rich­tig schö­ner Schmö­ker. Eine Geschich­te über ein jun­ges Mäd­chen, das an einer namen­lo­sen Krank­heit lei­det, über das Anders­sein, das Erwach­sen­wer­den und das Frei­sein. Und die Geschich­te einer auf­kei­men­den Lie­be. Opu­lent (560 Sei­ten!), atmo­sphä­risch und inten­siv. Mit einer teils sehr poe­ti­schen Spra­che. Ich habe schon lan­ge kein Buch mehr gele­sen, das so ergrei­fend geschrie­ben ist. Die­se Auto­rin (“In dei­nem Licht und Schat­ten”) darf ein­fach kein Geheim­tipp mehr blei­ben! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Audrey, ihr fünf­jäh­ri­ger Bru­der Peter und ihre Mut­ter zie­hen in ein abge­le­ge­nes Haus in einer noch abge­le­ge­ne­ren Klein­stadt. “Ich weiß nicht, was ich erwar­tet hat­te, […] Aber die­ses Haus mit sei­nen schar­fen Kan­ten und lee­ren Fens­tern erin­ner­te mich an mit Paket­band ver­kleb­te Schach­teln, weg­ge­pack­tes Leben, stau­big und ster­bend. Immer­hin war der Gar­ten schön, sep­tem­ber­grün und gol­den. Und der blaue Him­mel erstreck­te sich nach allen Sei­ten ins Unend­li­che.” (Zitat aus “Jeden Tag ein biss­chen mehr” S.16/17). Der Umzug ist ein Neu­an­fang. Ein Ver­such, die Ver­gan­gen­heit zu ver­ges­sen. Eine neue Schu­le. Neue Nach­barn. Neue Fra­gen und weni­ge Ant­wor­ten. Das stellt auch der jun­ge Leo bald fest, der seit Kur­zem bei sei­ner Tan­te neben­an lebt. Audrey redet nicht viel. Mit ihrem klei­nen Bru­der ist sie am liebs­ten für sich. Und doch ist Leo von die­sem Mäd­chen irgend­wie fas­zi­niert. Sein The­ra­peut hat ihm gera­ten, sich … Weiterlesen!

Christine Seifert — Profile: Die Prognose

Christine Seifert Profile: Die Prognose15.Oktober 2015

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Chris­ti­ne Sei­fert hat mit “Pro­fi­le: Die Pro­gno­se” einen Roman geschrie­ben, der sich der span­nen­den Fra­ge stellt: was wäre, wenn ein Pro­gramm berech­nen könn­te, wel­che Per­son zum nächs­ten Straf­tä­ter wer­den wird? Vor dem Hin­ter­grund eines Amok­laufs erzählt die Auto­rin die Geschich­te eines jun­gen Mäd­chens, deren Schu­le zur Test­schu­le gewor­den ist. Inter­es­sant, aber mit erzäh­le­ri­schen Schwä­chen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Okla­ho­ma. Die 16-jäh­ri­ge Daph­ne ist mal wie­der die Neue an der Schu­le. Schon die neun­te Schu­le: nach zig Umzü­gen mit ihrer Mut­ter, einer Neu­ro­wis­sen­schaft­le­rin, hat sie Erfah­rung mit dem Ein­ge­wöh­nen. Doch an der Quiet High erwar­tet sie plötz­lich etwas völ­lig Unge­wöhn­li­ches: sie gerät mit­ten in einen Amok­lauf hin­ein! Glück­li­cher­wei­se befin­det sie sich gera­de in einem fens­ter­lo­sen Neben­raum des Che­mie­la­bors, als der Täter den Raum stürmt. “Mei­ne Angst wächst, weil ich nicht sehen kann, was alle sehen kön­nen. Wäre es nicht bes­ser, wenn ich die Augen des Amok­läu­fers sehen könn­te, den Lauf der Waf­fe, die Angst in den Augen des Mäd­chens, das so laut schreit, das ich mei­ne eige­nen Gedan­ken nicht mehr höre?” (Zitat aus “Pro­fi­le: Die Pro­gno­se”, S.18). Jes­se, ein Mit­schü­ler, der vor der Türe steht, bit­tet sie instän­dig im Raum zu blei­ben. Bis er schließ­lich zu ihr her­ein­kommt, in der Hoff­nung, dass der Amok­läu­fer sie nicht bemerkt. Doch das tut er… Weiterlesen!

Megan Miranda — Splitterlicht

Megan Miranda Splitterlicht1. Okto­ber 2015

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Megan Miran­da hat mit “Split­ter­licht” einen Thril­ler mit einem Hauch Myste­ry geschrie­ben. Das Buch, das sogleich durch sein schö­nes, glit­zern­des Cover her­vor­sticht, erzählt die Geschich­te eines Mäd­chens, das nach einem Nah­tod­erleb­nis eine über­na­tür­li­che Fähig­keit ent­wi­ckelt hat. Sie kann den bevor­ste­hen­den Tod eines Men­schen erah­nen… unter­halt­sam, span­nend und auch ein wenig roman­tisch! Für Jugend­li­che ab 13 Jahren.

Die 17-jäh­ri­ge Del­a­ney ist ihrem bes­ten Freund Decker über das Eis eines zuge­fro­re­nen Sees gefolgt. Nach­dem er schon längst das ande­re Ufer erreicht hat, ist sie noch immer auf dem See, stol­pert und bricht ein. “Ich schlug um mich, immer und immer wie­der, aber das Was­ser war zäh wir Sirup und das Eis dick und hart wie Stahl. In mei­ner Panik schluck­te ich Unmen­gen eis­kal­tes Was­ser. Ich hus­te­te und schluck­te und hus­tet und schluck­te, bis sich der Druck auf mei­ner Brust blei­schwer anfühl­te und mei­ne Arme und Bei­ne nicht mehr in der Lage waren, sich zu bewe­gen.” (Zitat aus “Split­ter­licht” S.15) Decker und die ande­ren aus ihrer gemein­sa­men Cli­que ret­ten sie. Jedoch sind es ins­ge­samt elf Minu­ten, die sie unter Was­ser blieb. Elf Minu­ten! Eigent­lich ist es unmöglich… Weiterlesen!