Monatliches Archiv: Juni 2015

Katrin Zipse — Die Quersumme von Liebe

Katrin Zipse Die Quersumme von Liebe25.Juni 2015

Thad­dä­us-Troll-Preis­trä­ge­rin Kat­rin Zip­se legt mit “Die Quer­sum­me von Lie­be” ihren nächs­ten Roman vor. Gekonnt und auf ihre beson­de­re, tief­grün­di­ge Art erzählt sie von einem alten Fami­li­en­ge­heim­nis, der Sehn­sucht nach Sicher­heit und der Lie­be. Zutiefst ergrei­fend. Für Jugend­li­che ab 15 Jah­ren, die auch mit ein wenig anspruchs­vol­le­rer Lite­ra­tur etwas anfan­gen kön­nen und Erwachsene.

In der Grund­schu­le hat die nun 16-jäh­ri­ge Luzie damit ange­fan­gen. Mit dem Zäh­len. Sie zähl­te die Tage, bis Robert, der neue, unbe­lieb­te Freund ihrer Mut­ter wie­der aus­zie­hen wür­de (es waren letzt­end­lich 1080 Tage). Bis ihr frisch auf die Welt gekom­me­ne Halb­bru­der Aaron, mit dem der unbe­lieb­te Freund die Mut­ter zurück­ge­las­sen hat­te, wie­der ver­schwin­den wür­de (“Am ein­tau­send­ein­hun­dertundein­und­zwan­zigs­ten Tag gab ich das Wün­schen auf, weil ich kei­ne Hoff­nung mehr hat­te. Aaron blieb. Aber ich zähl­te wei­ter. Man wuss­te ja nie.” Zitat aus “Die Quer­sum­me von Lie­be”, S.18). Im Alter von neu­en Jah­ren ent­deck­te Luzie, als sie in der Schu­le das Divi­die­ren lernt, dass hin­ter den Zah­len noch ein viel grö­ße­res Sys­tem liegt. Dazu muss­te sie nicht ein­mal die Tage zäh­len. Es reich­te auch ein Datum oder die Anzahl von Regen­schir­men oder ein Auto­kenn­zei­chen. Sie nahm jene Zahl und teil­te sie durch deren Quer­sum­me. Ist das Ergeb­nis eine gera­de, wird alles gut. Ist eine Zahl nach dem Kom­ma vor­han­den, wird zwar kei­ne rie­sen­gro­ße Kata­stro­phe ein­tre­ten, aber opti­mal wird das Ereig­nis, auf wel­ches sie sich bezieht, nicht lau­fen. Die Kata­stro­phe tritt erst dann ein, wenn … Weiterlesen!

Daniëlle Bakhuis — Denkzettel: Wenn dein Albtraum wahr wird

Daniëlle Bakhuis Denkzettel Wenn dein Albtraum wahr wird23.Juni 2015

Die nie­der­län­di­sche Schrift­stel­le­rin Daniël­le Bak­huis hat mit “Denk­zet­tel: Wenn dein Alb­traum wahr wird” einen Roman geschrie­ben, der sich fast wie ein Thril­ler liest. Eine Geschich­te über Mob­bing, Schuld, Reue und Rache. Ein­dring­lich und sehr fes­selnd erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Jade, die zuwei­len einen Hang zur Dra­ma­tik hat, hat Lie­bes­kum­mer. Ihr Freund hat sie ver­las­sen. In den Som­mer­fe­ri­en hat sie sich regel­recht daheim ein­gei­gelt. Doch auch in ihrer Fami­lie hängt der Haus­segen schief, seit der Vater gestan­den hat, in eine ande­re ver­liebt gewe­sen zu sein. Auf ein­mal ist ihre Mut­ter ganz bemüht per­fekt aus­zu­se­hen und erwar­tet von Jade und ihrer älte­ren Schwes­ter Sofie vor­bild­haf­tes­tes Ver­hal­ten. Jades bes­te Freun­din Finn behaup­tet hin­ge­gen, dass Unglück immer im Drei­er­pack käme. Und tat­säch­lich geschieht — als die Schu­le wie­der anfängt — etwas, womit das Mäd­chen nicht gerech­net hät­te: Zoë ist wie­der da. Vor vier Jah­ren hat Jade die­se mit zwei dama­li­gen Freun­din­nen gemobbt, so dass Zoë irgend­wann die Schu­le ver­ließ. Und jetzt ist aus der Außen­sei­te­rin, die sich nie zur Wehr gesetzt hat, plötz­lich eine wah­re Schönheit… Weiterlesen!

Leila Sales — This song will save your life

Laila Sales This song will save your life11.Juni 2015

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Lei­la Sales hat mit “This song will save your life” einen Roman über die Sehn­sucht dazu­zu­ge­hö­ren und gemocht zu wer­den geschrie­ben. Zugleich ist das Buch eine Lie­bes­er­klä­rung an die Musik und eine Auf­for­de­rung, an sich selbst zu glau­ben und sich so zu mögen, wie man ist! Ein­fühl­sam und unter­halt­sam geschrie­ben. Ein rich­tig schö­ner Schmö­ker! Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwachsene.

Die 16-jäh­ri­ge Eli­se wird in der Schu­le gemobbt und hat kei­ne Freu­de. “Ich kam auf die Welt, um unbe­liebt zu sein. Anders kann es nicht gelau­fen sein.” (Zitat aus “This song will save your life”, S.9) Unbe­liebt zu sein, das hat bei ihr schon in der 4. Klas­se begon­nen, als sie mit einen neu zuge­zo­ge­nen Mäd­chen spiel­te und ein ande­res die­ses warn­te, doch nicht so viel mit ihr zusam­men zu sein, weil Eli­se sonst auf das neue Mäd­chen zu sehr “abfär­ben” wür­de. Irgend­wie war Eli­se schon immer ein wenig anders als die ande­ren. Als sie Jah­re spä­ter ihre gesam­ten Som­mer­fe­ri­en dazu ver­wen­det, alles über Mode, belieb­te Pro­mis, Pop­stars, Fern­seh­sen­dun­gen und Musik wie für eine Klau­sur zu büf­feln und sich kom­plett neue Out­fits zusam­men­stellt, muss sie jedoch fest­stel­len, das auch das nicht wirk­lich funk­tio­niert: Man denk immer, es sei so ein­fach, sich zu ändern. Denkt man. Ist es aber nicht. […] Sie wer­den das durch­schau­en, wer­den mit­ten in dich hin­ein­se­hen, in das Mäd­chen, das immer noch zu ängst­lich ist, immer noch zu klug, als dass es ihm gut­tä­te, immer noch einen Tick zu spät, immer noch, immer falsch. Ände­re, was du auch willst; das wird immer so blei­ben.” (Zitat S.9). Dar­auf­hin beschließt sie sich das Leben zu neh­men. Als sie sich pro­be­wei­se die Pulsadern… Weiterlesen!