Monatliches Archiv: April 2015

Marie-Aude Murail — 3000 Arten Ich liebe dich zu sagen

Marie-Aude Murail 3000 Arten Ich liebe dich zu sagen 30.April 2015

Mal wie­der ein neu­es Buch der fran­zö­si­schen Best­sel­ler­au­to­rin Marie-Aude Murail: “3000 Arten Ich lie­be dich zu sagen” ist ein Roman über die Lei­den­schaft zum Thea­ter, die Schau­spie­le­rei, Freund­schaft und amou­rö­se Ver­hält­nis­se. Gewohnt humor­voll erzählt mit lie­bens­wert skiz­zier­ten Figu­ren. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und ange­hen­de Schau­spie­ler;-)

In der sieb­ten Klas­se machen sie das ers­te Mal Bekannt­schaft mit dem Thea­ter: die zwei Jun­gen Bas­ti­en und Nevil­le und das Mäd­chen Chloé. Ihre ein wenig durch­ge­knall­te Fran­zö­sisch­leh­re­rin Madame Plan­tié nimmt sie mit in ein Thea­ter. Das löst Unter­schied­li­ches bei den Drei­en aus und nimmt jeden auf sei­ne eige­ne Wei­se gefan­gen. In der ach­ten Klas­se wer­den sie zwar in jeweils unter­schied­li­che Klas­sen gesteckt, sehen sich aber in der Thea­ter-AG, an der sie alle unab­hän­gig von­ein­an­der teil­neh­men, wie­der. Danach ist nur noch Chloé an der Schu­le, das Leben trennt die drei von­ein­an­der und führt sie durch eini­ge Zufäl­le wie­der zusam­men: Jah­re spä­ter in einer Schau­spiel­schu­le. Doch dann kommt ihnen die Lie­be in den Weg. Bas­ti­en ist an Chloé inter­es­siert, die jedoch hegt Gefüh­le für Nevil­le…Weiterlesen!

Sarah Alderson — Die Bucht

Sarah Alderson Die Bucht15.April 2015

End­lich etwas Neu­es von der eng­li­schen Auto­rin Sarah Alder­son! “Die Bucht” ist ihr neus­tes Werk. Ein in sich abge­schlos­se­ner Roman über einen Som­mer in der High Socie­ty, dunk­len Geheim­nis­sen, einen Seri­en­mör­der und die Lie­be. Sehr unter­halt­sam und roman­tisch! Ein rich­tig schö­ner Schmö­ker für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Ren ist 17 und wur­de gera­de erst von ihrem Freund ver­las­sen. Er hat sich in eine ande­re ver­liebt und per Face­book mit ihr Schluss gemacht. Das jun­ge Mäd­chen hat die Nase gestri­chen voll von der Män­ner­welt. Für die nächs­ten sechs Wochen ver­lässt Ren ihr Lon­do­ner Vor­ort­le­ben um auf Nan­tu­cket Island — der Insel der Rei­chen und Schö­nen — einen Baby­sit­ter­job in einer Fami­lie anzu­neh­men. Sie passt auf das vor­lau­te, vier­jäh­ri­ge Mäd­chen Bro­die auf und ihren noch jün­ge­ren Bru­der Brai­den (ein Baby), mit des­sen sich spon­tan ent­lee­ren­dem Magen­in­halt sie zu Beginn unfrei­wil­lig Bekannt­schaft macht. Eine ande­re Bekannt­schaft sind auch der char­man­te Jere­my und sei­ne Zwil­lings­ge­schwis­ter Matt und Eli­za. Wobei sich Letz­te­re äußerst zickig gegen­über Ren ver­hält. Sie wird zu Par­tys ein­ge­la­den, trifft sich mit ihnen und ihrer Cli­que am Strand und kommt Jere­my all­mäh­lich näher. Bis sie den unnah­ba­ren, aber äußerst attrak­ti­ven Jes­se ken­nen­lernt. Er leiht ihr… Weiterlesen!

Marcin Szczygielski — Flügel aus Papier

Marcin Szczygielski - Flügel aus Papier9.April 2015

Flü­gel aus Papier” des pol­ni­schen Auto­ren Mar­cin Szc­zy­gie­l­ski ist ein Kin­der­buch, das den Holo­caust zum The­ma macht und des­sen Haupt­fi­gur tat­säch­lich exis­tiert hat, auch wenn der Autor noch ein wenig sei­ne Fan­ta­sie hat spie­len las­sen. Ein bewe­gen­der Roman über das Leben in einem pol­ni­schen Ghet­to, einen Groß­va­ter, der für sei­nen Enkel alles tut, Freund­schaft und Mensch­lich­keit. Für Kin­der ab 10 Jah­re und Erwach­se­ne.

1942. Der 8-jäh­ri­ge Rafal lebt mit sei­nem Groß­va­ter in War­schau. In einem Ghet­to. Und das schon seit eini­ger Zeit. Sei­ne Eltern sind nach Afri­ka aus­ge­wan­dert, um dort ein Haus zu bau­en. Sie woll­ten Geld schi­cken, damit Rafal und sein Groß­va­ter nach­kom­men könn­ten. Doch dann kam der Krieg dazwi­schen. Anfangs kamen noch Brie­fe. Spä­ter hat man die Post nicht mehr in das Ghet­to hin­ein­ge­las­sen. “Mir kommt es so vor, als habe ich schon immer hier gelebt. Als wäre der Bezirk schon immer da, als gebe es schon immer zu wenig zu essen und zu vie­le Men­schen. Als wäre schon immer Krieg und als dür­fe man unter kei­nen Umstän­den ver­ges­sen, sich zu fürch­ten, selbst wenn man gar kei­ne Angst hat.” (Zitat aus “Flü­gel aus Papier” Sei­te 28). Rafals Groß­va­ter, der frü­her ein sehr bekann­ter Gei­ger war, spielt oft auf der Stra­ße, um ihnen den Lebens­un­ter­halt zu sichern. Sei­ne Gei­ge ist sehr wert­voll, sie ist der kost­bars­te Gegen­stand, den er noch hat. Ein­mal woll­te sie ihm jemand für viel Geld abkau­fen, aber Rafals Groß­va­ter hat abge­lehnt. Jetzt möch­te er, dass sein Enkel “in die Feri­en fährt”. Außer­halb des Ghet­tos… Weiterlesen!

Melvin Burgess — Kill all enemies

Melvin Burgess Kill all enemies4.April 2015

Ein neu­er Mel­vin Bur­gess. “Kill all enemies” ist der Titel eines Romans des bri­ti­schen Auto­ren, der sich mit zer­rüt­te­ten Fami­li­en­ver­hält­nis­sen, Gewalt, Gerech­tig­keit und der Hoff­nung auf ein bes­se­res Leben aus­ein­an­der­setzt. Roh und derb und gleich­zei­tig sen­si­bel erzählt, wenn man hin­ter die Fas­sa­de die­ser drei Jugend­li­chen schaut, aus deren Sicht berich­tet wird. Aus­drucks­stark! Abge­fah­ren. Anders. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 15-jäh­ri­ge Bil­lie ist wie­der­holt von der Schu­le geflo­gen. Oft gerät sie in Schlä­ge­rei­en. So viel Wut ist dann in ihr, dass sie ein­fach explo­diert. Eigent­lich woll­te sie sich auf der neu­en Schu­le zurück­hal­ten, doch dann haben Riley und sei­ne Cli­que einen über­ge­wich­ti­gen Jun­gen geär­gert und in den Schwitz­kas­ten genom­men. “Na los, Bil­lie. Du bist dran! Gib’s ihm!” […] “So viel­leicht?”, frag­te ich. Und box­te Riley voll auf die Nase. Bäng. Er ging zu Boden. Jetzt drauf mit dem Stie­fel. Bäng, bäng, bäng. Dann muss­te sich sei­ne Freun­din, Jess oder wie sie heißt, ein­mi­schen, also krieg­te sie auch was ab — bäng!, ein­mal voll auf die Zäh­ne. Auch sie ging zu Boden, alles war voll Blut.” (Zitat aus “Kill all enemies”, Sei­te 8). Das Schlimms­te für Bil­lie ist jedoch nicht mehr zu ihrer Fami­lie zu gehö­ren. Um ihre alko­hol­kran­ke Mut­ter und ihre Geschwis­ter hat sie sich immer geküm­mert, hat sich schon als Zehn­jäh­ri­ge um den gan­zen Haus­halt gesorgt und dar­um, dass ihre Geschwis­ter etwas zu essen auf dem Tisch hat­ten, wenn ihre Mut­ter mal wie­der “unpäss­lich” war. Bis ein Nach­bar sie beim Jugend­amtWeiterlesen!

Janet Clark — Finstermoos: Am schmalen Grat

Janet Clark Finstermoos Am schmalen Grat2.April 2015

Fins­ter­moos: Am schma­len Grat” der Mün­che­ner Auto­rin Janet Clark ist der zwei­te Band der vier­tei­li­gen “Fins­ter­moos”-Thril­ler-Rei­he. Eine Fort­set­zung, die gelun­gen ist und den Leser sofort mit sich reißt! Hand­lungs­ort: mit­ten in den Ber­gen. Auf der Suche nach Maschas Mut­ter. Mit einem unbe­kann­ten Ver­fol­ger, der ihnen immer auf den Fer­sen ist. Äußerst fes­selnd. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Mascha, Valen­tin, Bas­ti und Luzie hän­gen immer noch über dem Abgrund, als sich die Seil­bahn plötz­lich wie­der in Bewe­gung setzt. Doch was wird sie erwar­ten, am Lift­aus­gang? Wer wird sie erwar­ten und im Dun­keln ein leich­tes Spiel mit ihnen haben? Sie beschlie­ßen vor­her abzu­sprin­gen und nicht den ein­fa­chen Weg zur nächs­ten Hüt­te zu gehen, son­dern einen schwe­re­ren. Nic, auf der Suche nach sei­nem klei­nen Bru­der und des­sen Freun­den, hat­te den Lift jedoch soeben erreicht und die­sen ange­stellt. Kurz mein­te er sich ein­ge­bil­det zu haben, dort jeman­den im Dun­keln sit­zen zu sehen. Aber das konn­te ja nicht sein, oder? Er zähl­te die Sit­ze ab, ließ sie ein­mal durch­fah­ren. Doch da war nie­mand. Trotz sei­ner Höhen­angst fährt er mit dem Ses­sel­lift nach oben. In der Hüt­te trifft er jedoch nicht auf die Jugend­li­chen, son­dern auf jemand ganz ande­ren… … Weiterlesen!