Monatliches Archiv: Oktober 2014

Meg Rosoff — Was ich von dir weiß

Meg Rosoff Was ich von dir weiß30.Oktober 2014

Die preis­ge­krön­te, ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Meg Rosoff hat einen neu­en Roman geschrie­ben: „Was ich von dir weiß“ erzählt von Freund­schaft, vom Fin­den und Ver­lo­ren­ge­hen. Ein Road­mo­vie. Eine Fami­li­en­ge­schich­te. Und gleich­zei­tig noch viel mehr als das. In stil­len, ruhi­gen Tönen geschrie­ben, mit viel Tie­fe und Klug­heit erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren. Und beson­ders für Erwach­se­ne.

Mila ist 12 Jah­re alt. Sie ist ein sehr klu­ges und gewitz­tes Mäd­chen, hat eine Spür­na­se fast wie ein Hund. Nach solch einem wur­de sie sogar benennt. Es war der Hund ihres Groß­va­ters, der einst Mila hieß, an des­sen Namen der Vater sich damals erin­ner­te. Jetzt ist das Mäd­chen mit ihrem Vater — einem etwas zer­streu­ten Mann, der als Über­set­zer arbei­tet — auf Rei­se gegan­gen. Sie wol­len sei­nen bes­ten Freund Mat­thew in Ame­ri­ka besu­chen. Und obwohl die­ser – wie sie kurz zuvor von sei­ner Frau tele­fo­nisch erfah­ren — spur­los ver­schwun­den ist, machen sich die bei­den den­noch von Lon­don aus auf den Weg. Susan­na, die Frau von Mat­thew, scheint ihren Mann jedoch nicht wirk­lich zu ver­mis­sen. Sie hat erst ein Baby bekom­men. Manch­mal tele­fo­niert sie heim­lich mit… Weiterlesen!

M. Anjelais — Killing Butterflies

M Anjelais Killing butterflies25.Oktober 2014

M. Anje­lais hat einen wahr­haf­tig ver­stö­ren­den, abso­lut gefühl­vol­len Roman geschrie­ben: “Kil­ling But­ter­flies”. Eine Geschich­te über Lie­be, Furcht, Abhän­gig­keit und der unbe­ding­te Ver­such einen Men­schen zu ver­ste­hen. Ein fas­zi­nie­ren­des Buch, das sei­ne Leser schnell in einen Sog zieht. Für Jugend­li­che ab 14 und Erwach­se­ne.

Sphinx und Cadence. Ihre Müt­ter lern­ten sich im Alter von 6 Jah­ren ken­nen. Damals, ver­steckt in einer selbst­ge­bau­ten Burg aus Decken, wur­den sie bes­te Freun­din­nen und plan­ten ihr Leben vor­aus. Sie woll­ten für immer mit­ein­an­der befreun­det blei­ben und jede woll­te ein Kind. Die eine ein Mäd­chen, das sie Sphinx nen­nen und die ande­re einen Jun­gen, dem sie den Namen Cadence geben wür­de. Und wenn sie erwach­sen wären, dann wür­den die bei­den ein­mal hei­ra­ten, so war ihr Plan. Tat­säch­lich kamen die Kin­der in genau die­ser Kon­stel­la­ti­on auf die Welt und erhiel­ten ihre vor­her­be­stimm­ten Namen. Sie wuch­sen auf wie Geschwis­ter. Und doch waren sie unter­schied­lich wie Was­ser und Feu­er. Sphinx, das Mäd­chen, ist sanft­mü­tig, empa­thisch und fast ein biss­chen naiv. Cadence, der Jun­ge, ist bestim­mend, extrem gut­aus­se­hend und künst­le­risch unglaub­lich talen­tiert. Er hat eis­blaue Augen, mit denen er unheim­lich strah­len kann. Er denkt sich für sie die aben­teu­er­lichs­ten Spie­le aus, mit wel­chen sie ihre Kind­heit ver­brin­gen. Doch Cadence hat auch eine dunk­le Sei­te. Manch­mal… Weiterlesen!

Kate de Goldi — Die Anarchie der Buchstaben

Kate de Goldi Die Anarchie der Buchstaben23.Oktober 2014

Die aus­tra­li­sche Auto­rin und Cori­ne-Preis­trä­ge­rin Kate de Gol­di hat nach „Abends um 10“ ein neu­es Buch geschrie­ben: „Die Anar­chie der Buch­sta­ben“. Sie erzählt die Geschich­te eines Mäd­chens und ihrer Oma, die gemein­sam an einem Alpha­bet­buch über das Alters­heim arbei­ten, in dem die Oma lebt. Kurz­wei­lig, humor­voll und mit einer schö­nen Spra­che und vie­len Zeich­nun­gen ver­se­hen. Ent­ge­gen der Alters­emp­feh­lung von 12 Jah­ren (vom Ver­lag) wür­de ich die­ses Buch jedoch Kin­dern bereits ab 8 Jah­ren emp­feh­len. Die 12 Jah­re sind doch etwas hoch­ge­grif­fen.

Per­ry ist 9 Jah­re alt. Sie möch­te ger­ne Zoo­lo­gin wer­den. Sie malt für ihr Leben ger­ne Bil­der. Und sie ist ein sehr neu­gie­ri­ges Kind. In der Schu­le stellt sie jede Men­ge Fra­gen, so dass die Leh­rer bald mei­nen, dass sie sol­le sich lie­ber aufs Zuhö­ren kon­zen­trie­ren. Da ihre Mut­ter der Mei­nung ist, dass Kin­der auch in ihrer Frei­zeit geför­dert wer­den müs­sen, hat Per­ry ein vol­les Wochen­pro­gramm: Mon­tags spielt sie Kla­vier, diens­tags hat sie För­der­un­ter­richt im Gemein­de­zen­trum, mitt­wochs übt sie Kla­ri­net­te, don­ners­tags geht sie eben­falls ins Gemein­de­zen­trum zu „Musik und Bewe­gung“. Frei­tags darf sie mit dem Sohn der Haus­häl­te­rin spie­len. Sams­tags besucht sie mit ihrem Vater ihre Groß­mut­ter, die neu­er­dings in einem Alters­heim in ihrer Nähe resi­diert. Sonn­tags ist Fami­li­en­zeit. Als jedoch die Leh­re­rin von… Weiterlesen!

Bettina Obrecht — Opferland: Wenn die anderen dich kaputt machen

Bettina Obrecht Opferland22.Oktober 2014

Opfer­land: Wenn die ande­ren dich kaputt machen“ von der deut­schen Auto­rin Bet­ti­na Obrecht ist ein Buch, das sich mit Mob­bing und des­sen Fol­gen aus­ein­an­der­setzt. Ein sehr bewe­gen­der und in jugend­li­cher Spra­che gehal­te­ner Roman, der ein­fühl­sam geschrie­ben ist und nach­denk­lich macht. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Ced­ric ist 15 Jah­re alt und wohnt seit eini­ger Zeit nicht mehr zu Hau­se. Er ist zu Bekann­ten sei­ner Eltern gezo­gen, um auf eine ande­re Schu­le, weit weg von daheim, gehen zu kön­nen. In sei­ner alten hat er es nicht mehr aus­ge­hal­ten. Täg­li­ches, übels­tes Mob­bing sei­ner Mit­schü­ler hat sei­nen All­tag bestimmt. Doch auch wenn er jetzt ver­sucht mög­lichst unauf­fäl­lig und ange­passt zu blei­ben, holt ihn die Ver­gan­gen­heit den­noch wie­der ein: in der Thea­ter­grup­pe, in der er bis­her ger­ne Mit­glied war, soll ein Stück über Mob­bing auf­ge­führt wer­den und aus­ge­rech­net Ced­ric ist für die Haupt­rol­le vor­ge­se­hen! Das passt ihm gar nicht und das lässt er auch sei­nen Lei­ter laut­stark spü­ren. Als ihn Lars — einer der belieb­tes­ten Mit­schü­ler der Grup­pe – aus Spaß „Opfer“ nennt, ras­tet Ced­ric aus. Er schlägt Lars direkt… Weiterlesen!

Joelle Charbonneau — Die Auslese: Nur die Besten überleben

Joelle Charbonneau Die Auslese Nur die Besten überleben20.Oktober 2014

Die Aus­le­se: Nur die Bes­ten über­le­ben” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Joel­le Char­bon­ne­au ist ein dys­to­pi­scher Roman, an dem Fans von “Die Tri­bu­te von Panem” oder “Selec­tion” ihre wah­re Freu­de haben wer­den: Ein stren­ges Aus­wahl­ver­fah­ren, ein Kampf um Leben und Tod und eine unver­hoff­te Lie­be, die alles noch viel kom­pli­zier­ter macht. Ein rich­tig tol­les und fes­seln­des Buch — aller­bes­tes Lese­fut­ter für Jugend­li­che ab 14 und (jun­ge) Erwach­se­ne.

Eine Welt in der Zukunft: Die Erde — zer­stört nach zahl­rei­chen Natur­ka­ta­stro­phen und einem Krieg mit bio­lo­gi­schen Waf­fen. Die Men­schen — sie müs­sen ihr Land erst wie­der neu auf­bau­en. Dar­un­ter die 16-jäh­ri­ge Cia, die ihr Glück kaum fas­sen kann: Nach Jah­ren, in denen nie­mand aus ihrer Kolo­nie aus­ge­wählt wur­de, sind es dies­mal vier Leu­te ihre Abschluss­jahr­gangs, die es in “Die Aus­le­se” geschafft haben — und Cia ist dabei! Sie hat die Chan­ce an einem hoch­ge­hei­men Prü­fungs­ver­fah­ren teil­zu­neh­men, dass — wenn sie es über­steht — ihr Zugang zur Uni­ver­si­tät ver­schafft und die Mög­lich­keit in die Füh­rungs­ebe­ne des Lan­des zu gelan­gen. Was genau die Prü­fun­gen beinhal­ten, das weiß kei­ner. Doch… Weiterlesen!

Kristen Simmons — Artikel 5

Kristen Simmons Artikel 511.Oktober 2014

Ein Buch, das gleich schon durch sein inter­es­sant gestal­te­te­tes Cover auf­merk­sam macht, ist “Arti­kel 5” von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Kris­ten Sim­mons, jetzt frisch als Taschen­buch erschie­nen. Ein fes­seln­der, dys­to­pi­scher Roman über ein stren­ges Regime, den Kampf um Frei­heit, Lie­be und Mensch­lich­keit. Spek­ta­ku­lär! Ab 15 Jah­ren.

Die Ver­ei­nig­ten Staa­ten von Ame­ri­ka befan­den sich fünf Jah­re lang im Krieg und wur­den auf das Hef­tigs­te atta­ckiert. Nun ist Frie­den, und das schon seit drei Jah­ren. Aber es gab gro­ße poli­ti­sche und gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen. Das FBI wur­de ersetzt, durch das FBR, dem Federal Bureau of Refor­ma­ti­on, hin­ter dem das Mili­tär steht. Jedes Ver­ge­hen gegen die neu auf­ge­stell­ten Sta­tu­te wird streng bestraft. Man darf bestimm­te Bücher nicht lesen, muss die ame­ri­ka­ni­sche Kir­che als offi­zi­el­le Reli­gi­on aner­ken­nen, darf kei­ne unehe­li­chen Kin­der zeu­gen. Nun wur­de der Arti­kel 5 neu über­ar­bei­tet und schließt somit auch Kin­der unter 18 Jah­ren ein, die bereits unehe­lich gezeugt wur­den. Das betrifft — völ­lig über­ra­schend — die Mut­ter der 17-jäh­ri­ge Ember, die von Sol­da­ten fest­ge­nom­men und unter Arrest gestellt wer­den soll. Doch so sehr Ember sich auch gegen die Sol­da­ten wehrt und ver­hin­dern will, dass ihre Mut­ter abge­führt wird, sie kann nichts dage­gen aus­rich­ten. Viel schlim­mer ist für sie jedoch, dass aus­ge­rech­net… Weiterlesen!

Laila El Omari — Klippentanz

Laila El Omari Klippentanz9.Oktober 2014

Klip­pen­tanz” von der deut­schen Auto­rin Lai­la El Oma­ri ist ein Thril­ler, der sich mit der Fra­ge aus­ein­an­der­setzt: Freund oder Feind? Unfall oder Mord? Eine im Sie­ben­ge­bir­ge bei Bonn ange­sie­del­te Geschich­te, die sou­ve­rän und gemäch­lich erzählt wird. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren.

Die 16-jäh­ri­ge Eli­nor liebt es vor der Schu­le noch hin­aus in die Natur zu gehen. Ent­we­der mit dem Fahr­rad oder mit der Zahn­rad­bahn fährt sie von Königs­win­ter nach oben zum Dra­chen­fels­gip­fel, wo am liebs­ten die mor­gend­li­che Stim­mung rund um die Rui­ne foto­gra­phiert. Da kann es schon mal vor­kom­men, dass sie zu spät in der Schu­le erscheint. In Letz­te­re ist ein neu­es Mäd­chen namens Caro­lin gekom­men. Sie ist mit ihrer Fami­lie von Stral­sund hier­her­ge­zo­gen. In ihren Bru­der Sebas­ti­an hat Eli­nor sich ver­liebt. Sie hat ihn auf einer Kos­tüm­par­ty ken­nen­ge­lernt. Er wirkt geheim­nis­voll und äußerst anzie­hend. Auch sei­ne Lei­den­schaft ist das Foto­gra­phie­ren. Aller­dings sind sei­ne Moti­ve kei­ne alten Rui­nen, son­dern Abgrün­de. Eli­nor wird per E-Mail vor ihm von einem Unbe­kann­ten gewarnt und erfährt bald dar­auf, dass in Sebas­ti­ans vori­gen Wohn­ort ein Mäd­chen ums Leben kam. Sie ist von einer Klip­pe gestürzt. Und sie war sei­ne… Weiterlesen!

Louisa Reid — In deinem Licht und Schatten

Louisa Reid In deinem Licht und Schatten4.Oktober 2014

Die eng­li­sche Auto­rin Loui­sa Reid hat mit “In dei­nem Licht und Schat­ten” einen beson­ders bewe­gen­den Roman geschrie­ben. Über eine Schwestern­be­zie­hung, Gewalt in der Fami­lie und das Seh­nen nach Frei­heit. Schon allein das tol­le Cover sticht gera­de­zu ins Auge. Und die Lek­tü­re lohnt sich! Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Rebec­ca und Heph­zi­bah sind Zwil­lin­ge. Jedoch glei­chen sich die 16-Jäh­ri­gen wie Tag und Nacht. Rebec­ca hat seit Geburt auf­grund einer Kno­chen­ver­schie­bung ein ent­stell­tes Gesicht und ver­sucht sich mög­lichst unsicht­bar zu machen. Heph­zi­bah (deren Name “Sie ist mei­ne Freu­de” bedeu­tet) ist hin­ge­gen wun­der­schön und extro­ver­tiert. Die Mäd­chen, die ein­an­der blind ver­trau­en und alles für­ein­an­der tun wür­den, leben bei ihren über­aus stren­gen, reli­giö­sen Eltern. Zur Groß­mut­ter und zur Tan­te, die ihnen zu vie­le Frei­hei­ten gewähr­ten, dür­fen sie nicht mehr. Jedes Ver­feh­len in Augen des Vaters — der zugleich Pfar­rer ist und mit unlau­te­ren, schein­christ­li­chen Metho­den ver­sucht an Geld zu kom­men — wird hart bestraft. Auf­grund ihres absto­ßen­den Äuße­ren ist beson­ders Rebec­ca ihm ein Dorn im Auge. Der Vater, der zuwei­len dem Alko­hol frönt, schlägt sie häu­fi­ger als ihre Schwes­ter. Jedoch nur an Stel­len, an denen die blau­en Fle­cke nicht auf­fal­len wür­den. Im Alter von neun Jah­ren hat er Rebec­ca ein­mal die Trep­pe… Weiterlesen!

Mats Wahl — Wie ein flammender Schrei

Mats Wahl Wie ein flammender Schrei3.Oktober 2014

Der Schwe­de Mats Wahl legt mit sei­nem Roman “Wie ein flam­men­der Schrei” har­ten Stoff vor. Unter­drü­ckung und Gewalt im schu­li­schen All­tag und Alko­ho­lis­mus im pri­va­ten Leben der Prot­ago­nis­tin. Doch trotz Mut und Zivil­cou­ra­ge, die Kata­stro­phe ist unauf­halt­sam. Mit kla­ren Wor­ten und viel ver­steck­ter Tie­fe begeg­net Mats Wahl sei­nen Lesern. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Ellen, das Mäd­chen, das es liebt Vögel zu zeich­nen, und ihre Mut­ter Nina, zu der sie ein teils inni­ges, teils distan­zier­tes Ver­hält­nis führt, sind umge­zo­gen. Ninas Ehe­mann hat sie gestalkt, des­halb muss­ten sie den Wohn­ort wech­seln. Die labi­le Mut­ter frönt dem Alko­hol, steht kurz vor einer erneu­ten Ent­zie­hungs­kur. Sich auf­zu­raf­fen, um eine neue Arbeits­stel­le zu suchen, das kann sie gera­de nicht. Die Frau vom Sozi­al­amt wim­melt Ellen an der Türe ab. Doch kann sie die neue Freund­schaft zu ihrem Klas­sen­ka­me­ra­den Max nicht wirk­lich in vol­len Zügen genie­ßen. Max, der ihr Schach bei­bringt. Ihre Mut­ter, die abstür­zen könn­te. Der Groß­va­ter, der bei­zei­ten vor­bei kommt und mit christ­li­cher Tra­di­ti­on zu über­zeu­gen ver­sucht, ist da nicht wirk­lich eine gro­ße Hil­fe. Zu groß sind die Dif­fe­ren­zen zwi­schen ihm und Ellens Mut­ter. Dann gibt es da auch noch die schwer­wie­gen­den Pro­ble­me an Ellens neu­er Schu­le. Vier Jungs sor­gen dort für Dau­er­ter­ror. Sie igno­rie­ren die… Weiterlesen!