Monatliches Archiv: September 2014

Katrin Zipse — Glücksdrachenzeit

Katrin Zipse Glücksdrachenzeit29.September 2014

Ein beson­de­res Klein­od aus dem neu­en Magel­lan-Ver­lag (ein Ver­lag vol­ler Klein­ode;-)) ist der Roman “Glücks­dra­chen­zeit” von der deut­schen Auto­rin Kat­rin Zip­se. Ein Road­mo­vie, ein wag­hal­si­ges, tur­bu­len­tes Aben­teu­er, eine Suche nach dem ver­schwun­de­nen Bru­der und zugleich das Fin­den von jede Men­ge glück­rei­cher Momen­te. Humor­voll, bewe­gend, tief­grün­dig, anders. Und lesens­wert! Die Auto­rin hat 2014 dafür den Thad­dä­us-Troll-Preis erhal­ten. Für Jugend­li­che ab 13 Jah­ren und Erwachsene.

Nachts hat er sich noch von ihr ver­ab­schie­det. Kol­ja, Nel­lies drei Jah­re älte­rer Bru­der. Dann ist er ein­fach davon­ge­fah­ren. Nach Süd­frank­reich. Sei­nen Eltern hat er einen Brief da gelas­sen, dass er nie so sein wird, wie sie ihn haben wol­len und dass er es nicht ändern kann. Mit einem Freund hat er frü­her mal Can­na­bis ange­baut und ist des­we­gen von der Schu­le geflo­gen. Doch für Nel­lie war ihr Bru­der alles. Ihre Stüt­ze, ihr Halt. Nachts, wenn die schlim­men Gedan­ken kom­men und sie nicht ein­schla­fen konn­te, hat er ihr Geschich­ten erzählt, um sie abzu­len­ken. Und jetzt ist er ein­fach weg. Als Nel­lies labi­le Mutter… Weiterlesen!

Manfred Theisen — Weil es nie aufhört

Manfred Theisen Weil es nie aufhört27.September 2014

Einen hoch­bri­san­ten Roman hat der deut­sche Autor Man­fred Thei­sen geschrie­ben: “Weil es nie auf­hört”. Über Stal­king, Eifer­sucht und Cyber­mob­bing. Bewe­gend und auf­rüt­telnd erzählt. Für Jugend­li­che ab 13 Jahren.

Alis­sa befin­det sich mit ihrem Freund Felix in einer wech­seln­den On-Off-Bezie­hung. Glück­lich ist sie momen­tan nicht. Zumal sie in weni­gen Wochen für ein Jahr nach Neu­see­land soll. Ihre Noten in der Schu­le sind zu schlecht und wenn sie ihr Eng­lisch­kennt­nis­se dort ver­tieft, könn­te sie ihren Schnitt ver­bes­sern. Da lernt Alis­sa Mask ken­nen, einen Jun­gen, neben dem sie zufäl­lig auch schon auf einer Park­bank saß. Er spiel­te auf sei­nem Mit­tel­al­ter-Game­boy Mario, sie pos­te­te etwas auf ihrem Smart­pho­ne. Ein kur­zer Blick von Mask, der eigent­lich Leon heißt, auf die Sei­te genüg­te, um durch ihren Benut­zer­na­men an sie her­an­zu­kom­men. Er schreib ihr kur­ze Bot­schaf­ten, sie schrieb zurück. Über­haupt fühlt sich Alis­sa aus­ge­rech­net von dem Jun­gen ver­stan­den, der sich per Sky­pe ihr gegen­über nur in einer gol­de­nen Mas­ke zeigt. Unter Alko­hol­ein­fluss lüf­tet sie sogarWeiterlesen!

Lauren Oliver — Pandemonium

Lauren Oliver Pandemonium26.September 2014

Nach “Deli­ri­um”, das 2011 mit dem Bux­te­hu­der Bul­le aus­ge­zeich­net wur­de, geht die Amor-Tri­lo­gie der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Lau­ren Oli­ver wei­ter! Band zwei ist nun neu als Taschen­buch erschie­nen und heißt “Pan­de­mo­ni­um” . Er ent­führt den Leser erneut in eine Welt in der Zukunft, in der die Lie­be als Krank­heit gilt. Die­ser dys­to­pi­sche Roman ist für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren geeig­net und für All-Age-Leser.

Lena hat es über den elek­tri­schen Zaun geschafft, doch Alex ist hin­ter ihr zurück­ge­blie­ben. Schwer ver­letzt schleppt sie sich durch die “Wild­nis”, dem Gebiet der Inva­li­den, die ihr als Kind wie Mons­ter beschrie­ben wur­den. Als sie schließ­lich zusam­men­bricht und dem Tode nah ist, wird sie jedoch genau von die­sen geret­tet und in deren Gemein­schaft auf­ge­nom­men. Die jun­ge Raven — auf die alle in dem Stütz­punkt hören — küm­mert sich lie­be­voll um sie und pep­pelt Lena wie­der auf. Armut herrscht in die­sem Sek­tor auf der ande­ren Sei­te der Gren­ze. Es gibt kein flie­ßen­des Was­ser und auch zu Essen momen­tan wenig. Seit Lenas Flucht… Weiterlesen!

Julie Berry — Lasst uns schweigen wie ein Grab

Julie Berry Lasst uns schweigen wie ein Grab19.September 2014

Eine herr­li­che, his­to­ri­sche Kri­mi­ko­mö­die hat die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Julie Ber­ry geschrie­ben: “Lasst uns schwei­gen wie ein Grab”. Über zwei plötz­li­che Todes­fäl­le, ein Mäd­chen­in­ter­nat und der Raf­fi­nes­se von sie­ben Mäd­chen. Mit raben­schwar­zem, groß­ar­ti­gem Humor — da macht das Lesen wirk­lich Spaß! Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Ely. Ein klei­nes Städt­chen in Eng­land gegen Ende des 18. Jahr­hun­derts. Sie hät­ten es im Leben nie­mals für mög­lich gehal­ten, doch es ist tat­säch­lich gesche­hen: die stren­ge, unbe­lieb­te Inter­nats­lei­te­rin Mrs Pla­ckett ist beim sonn­täg­li­chen Essen tot auf ihrem Stuhl zusam­men­ge­sackt. Eben­so ihr Bru­der Mr Aldous, nach­dem er einen Bis­sen Kalbs­fleisch gekos­tet hat­te, wel­ches nur die bei­den, nicht aber die sie­ben Inter­nats­schü­le­rin­nen beka­men, die sich vor­be­rei­tend auf ihr spä­te­res Ehe­le­ben im Ver­zicht üben muss­ten. Das Fleisch wur­de ver­gif­tet, doch von wem? War es eines der Mäd­chen? Oder lief der Mör­der noch frei drau­ßen her­um? Fest steht für die sie­ben unter­schied­lich alten Mäd­chen jedoch eines: sie wol­len keinesfalls… Weiterlesen!

Jessica Martinez — Nicht mit mir, Schwesterherz!

Jessica Martinez Nicht mit mir, Schwesterherz!17.September 2014

Die kana­di­sche Auto­rin Jes­si­ca Mar­ti­nez hat mit „Nicht mit mir, Schwes­ter­herz!“ einen Roman über die Bezie­hung zwei­er Schwes­tern geschrie­ben. Ein nicht immer ein­fa­ches Ver­hält­nis, eine uner­war­te­te Schwan­ger­schaft und eine Rei­se nach Kana­da, die alles ver­än­dert. Ein sen­si­bles Por­trät. Für Jugend­li­che ab 13 Jahren.

Ame­li­as Schwes­ter Char­ly sorgt stän­dig für Ärger. Sie zün­det Golf­bäl­le an und schießt sie durch die Nacht. Ent­wen­det der Groß­mut­ter ihre Vor­rats­glä­ser um damit Kegeln zu spie­len (es gehen alle kaputt!) und beißt sogar im Bio­lo­gie­un­ter­richt in einen Frosch hin­ein, um eine Wet­te zu gewin­nen. Ame­lia ist hin­ge­gen die bra­ve, ver­nünf­ti­ge Toch­ter eines Pas­tors, des­sen Frau vor Jah­ren bei einem Auto­un­fall ums Leben kam. Doch das Mäd­chen ist damals noch zu jung gewe­sen, um sich an ihre Mut­ter zu erin­nern. Seit­dem woh­nen die Schwes­tern mit ihrem Vater bei ihrer stren­gen, reli­giö­sen Groß­mut­ter, die an Char­lys Eska­pa­den zu ver­zwei­feln droht. Auch Ame­lia lei­det zuwei­len unter ihrer Schwes­ter, zum Bei­spiel hat sie sich von ihrem Freund getrennt, weil es ihr schien, als sei die­ser auch in Char­ly ver­liebt. Noch schlim­mer wird es jedoch, als Char­ly eines Nachts von einer Par­ty nicht nach Hau­se kommt und sich spä­ter her­aus­stellt, dass sie schwan­ger ist! … Weiterlesen!

Sarah Wylie — Alle meine Leben

Sarah Wylie Alle meine Leben10.September 2014

Alle mei­ne Leben” ist der Debüt­ro­man der kana­di­schen Auto­rin Sarah Wylie. Eine Geschich­te über Krank­heit, das Ster­ben auf Raten und die Bezie­hung zwei­er Schwes­tern. Sen­si­bel und erfri­schend anders erzählt. Für Jugend­li­che ab 12 Jahren.

Dani­el­le, genannt Dani, ist 16 Jah­re alt. Sie hat eine Schwes­ter, die seit eini­ger Zeit schwer erkrankt ist. Sie hat Leuk­ämie und war­tet ver­zwei­felt auf eine Kno­chen­marks­spen­de. Und obwohl Dani und Jena Zwil­lin­ge sind, kommt weder sie, noch jemand aus ihrer Fami­lie in Fra­ge. Dabei wür­de Dani alles tun, um ihrer Schwes­ter zu hel­fen. Und das tut sie auch, irgend­wie. Auf erschre­cken­de Wei­se. Schon als Kind hat ihre Mut­ter ihr immer wie­der erzählt, dass sie ganz nach ihr kom­me und neun Leben hät­te. Zusam­men haben Dani und ihre Mut­ter einen Auto­un­fall fast ohne Krat­zer über­lebt, bei dem sie eigent­lich hät­ten ster­ben müs­sen. Sie haben ein bren­nen­des Haus, in dem zahl­rei­che Men­schen ver­brann­ten, zufäl­lig zehn Minu­ten vor­her ver­las­sen. Die Mut­ter hat ihren auf einem Bahn­gleis ein­ge­klemm­ten Fuß gera­de noch recht­zei­tig, bevor der Zug kam, befrei­en kön­nen. Und Dani hat als Zwei­jäh­ri­ge eine schwe­re Bauch­fell­ent­zün­dung über­lebt, bei er es hieß, sie müss­te ster­ben. Wenn also die­se neun Leben, von denen sie schon eini­ge ver­braucht hat, irgend­wie an ihre kran­ke Schwes­ter wei­ter­ge­ge­ben wer­den könn­ten, dann… Als Dani sich absicht­lich betrun­ken in einen eis­kal­ten Teich springt,… Weiterlesen!

Claire Legrand — Das Haus der verschwundenen Kinder

Claire Legrand - Das Haus der verschwundenen Kinder8.September 2014

Clai­re Legrand hat einen schö­nen Fan­ta­sy­ro­man mit dem Namen „Das Haus der ver­schwun­de­nen Kin­der“ geschrie­ben. Über Per­fek­ti­on, Ange­passt­heit und den Wert der Freund­schaft. Mit sehr viel Iro­nie und Witz erzählt, aber auch ein biß­chen gru­se­lig. Ein tol­les Buch! Es wur­de von der New York Public Libra­ry als bes­tes Jugend­buch 2012 aus­ge­zeich­net! Für Jugend­li­che ab 12 (aber auch schon für 10-jäh­ri­ge Viel­le­ser geeignet).

Die 12-jäh­ri­ge Vic­to­ria ist stets per­fekt orga­ni­siert. Ihr Hab und Gut ist in ordent­lich beschrif­te­ten Schach­teln ver­wahrt. Sie ist adrett geklei­det, höf­lich und in der Schu­le glänzt sie mit den aller­bes­ten Noten. Sie ist per­fekt so wie ihre Eltern, so wie alle Ein­woh­ner ihres klei­nen Städt­chens Bel­le­vil­le, in dem alles immer mit Recht und Ord­nung zugeht. Nur manch­mal scheint dort ein Kind zu ver­schwin­den. Eines, das nicht all­zu brav und folg­sam war. Als auch Vic­to­ri­as bes­ter Freund Lawrence eines Tages ver­schwin­det, macht sich das uner­schro­cke­ne Mäd­chen auf ihn zu suchen. Und alle Hin­wei­se füh­ren zu dem gro­ßen Kin­der­heim am Ende der Stadt. Hat die Inha­be­rin Mrs. Caven­dish etwas mit dem Ver­schwin­den der Kin­der zu tun? Und war­um fühlt Vic­to­ria von Zeit zu Zeit… Weiterlesen!

Christine Fehér — Dann mach ich eben Schluss

knvmmdb8.September 2014

In ihrem neu­es­ten Werk “Dann mach ich eben Schluss” , das soeben als Taschen­buch erschie­nen ist, kon­fron­tiert die deut­sche Rea­li­ty-Auto­rin Chris­ti­ne Fehér ihre Leser mit einem hef­ti­gen The­ma: Sui­zid. Dazu des­sen Aus­wir­kun­gen auf nahe­ste­hen­de Per­so­nen und die gro­ßen Fra­ge nach der Schuld. Ein inten­si­ver, nahe­ge­hen­der Roman — das Psy­cho­gramm einer mensch­li­chen See­le, deren letz­ter Aus­weg nur der Tod war. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwachsene.

Der 18-jäh­ri­ge Max hat sein Auto gegen einen Baum gefah­ren. Absicht­lich. Er stirbt sofort. Die ande­ren drei Insas­sen sind schwer ver­letzt: sei­ne Schwes­ter Nata­lie, sei­ne Freun­din Anni­ka und sein bes­ter Freund Paul. Was ist gesche­hen? War­um hat er das getan? Wur­de ihm letzt­end­lich alles zu viel? Der Schul­stress kurz vor dem Abitur. Der immense Druck sei­nes leis­tungs­ori­en­tier­ten Vaters. Sei­ne Freun­din, die ihn nicht ver­stand und ihn am lie­bes­ten ver­än­dern und umsty­len wür­de. Sein bes­ter Freund, der in allem bes­ser ist. Sei­ne Schwes­ter, die in einem ent­schei­den­den Gespräch … Weiterlesen!

Chan Crystal — Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte

Crystal Chan Bird und ich und der Sommer, in dem ich fliegen lernte4.September 2014

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Chan Crys­tal hat mit „Bird und ich und der Som­mer, in dem ich flie­gen lern­te“ einen Roman geschrie­ben, der sowohl trau­rig, als auch wun­der­schön erzählt ist. Eine Geschich­te über den Wert der Freund­schaft, böse Geis­ter und die Wich­tig­keit in einer Fami­lie immer mit­ein­an­der zu spre­chen. Sehr unter­halt­sam und berüh­rend. Ein bezau­bern­des Buch. Für Kin­der ab 11 Jah­ren, Jugend­li­che und inter­es­sier­te Erwach­se­ne. Lesetipp!!

Jewel lebt mit ihrer Fami­lie auf dem Land (in Iowa). Ihr Vater kommt aus Jamai­ka, ihre Mut­ter aus Mexi­ko. Auch ihr Groß­va­ter lebt bei ihnen, spricht aber seit dem Tod von Jewels Bru­der kein Wort mehr. Er war es, der John Bird nann­te, weil er immer so durch die Gegend hüpf­te. Er war es auch, der John erzähl­te, dass er eines Tages sicher­lich flie­gen wür­de kön­nen. Das hat­te John im Alter von fünf Jah­ren lei­der wört­lich genom­men und ist … Weiterlesen!

Yves Grevet — Méto: Die Welt

Yves Grévet - Méto: Die Welt1.September 2014

Méto: Die Welt” von dem fran­zö­si­schen Auto­ren Yves Gré­vet ist der drit­te Band der Tri­lo­gie um den jun­gen Méto, jetzt als Taschen­buch erschie­nen und lie­fert nun auf alle offe­nen Fra­gen aus den vori­gen Büchern eine Ant­wort. Die — wie sich nun zwei­fels­frei her­aus­stellt — dys­to­pi­sche Rei­he über Macht, Unter­drü­ckung und dem Drang nach Frei­heit bringt den Leser erneut außer Atem. Emp­feh­lens­wert ist die­se Rei­he defi­ni­tiv nicht nur für Jugend­li­che ab 13, son­dern auch für Erwach­se­ne.

Méto, der nun wie­der in Gefan­gen­schaft des Hau­ses ist, muß sich quä­len­den Ver­hö­ren stel­len. Jovis, der Vater von Remus und Romu­lus will alles über sei­ne Zeit bei den abge­schnit­te­nen Ohren wis­sen. Nach­dem der Herr des Hau­ses ihn über­all absicht­lich als Ver­rä­ter prä­sen­tiert hat, damit er nir­gend­wo mehr Anschluss fin­det, wird er Mit­glied einer Eli­te­ein­heit. Dort absol­viert Méto eine har­te Aus­bil­dung, die gegen Ende auch Auf­trä­ge zum Fest­land beinhal­tet. End­lich erfährt er mehr über “Die Welt”. Doch eigent­lich ist in ihm nur ein Wunsch auf­recht­ge­blie­ben: mit sei­nen Freun­den und Eva von der Insel zu fliehen…Weiterlesen!