Monatliches Archiv: Juni 2014

Holly Goldberg Sloan — Sam und Emily

Holly Goldberg Sloan Sam und Emily26.Juni 2014

Die ame­ri­ka­ni­sche Auto­rin Hol­ly Gold­berg Slo­an hat ein wun­der­ba­res, fein­sin­ni­ges Buch geschrie­ben: “Sam und Emi­ly: Klei­ne Geschich­te vom Glück des Zufalls” — eine zau­ber­haf­te Geschich­te übers Anders­sein, über Freu­de und Leid, über den Wert der Fami­lie und das gro­ße Glück der Lie­be. Mit außer­ge­wöhn­li­chen Cha­rak­te­ren, die man ein­fach nur in sein Herz schließt! Für Jugend­li­che ab 14 und Erwach­se­ne.

Der 17-jäh­ri­ge Sam führt ein Noma­den­le­ben. Mit sei­nem klein­kri­mi­nel­len Vater, der zudem auch noch Stim­men hört und sei­nem klei­nen Bru­der Ridd­le, der kaum spricht und etwas zurück­ge­blie­ben scheint, rei­sen sie quer übers Land. Woh­nen mal hier und dort. Je nach­dem, wann die kri­mi­nel­len Machen­schaf­ten sei­nes Vaters, der sich aufs Klau­en spe­zia­li­siert hat, auf­zu­flie­gen dro­hen. In meh­re­ren Bun­des­staa­ten ist bereits ein Haft­be­fehl auf ihn aus­ge­schrie­ben. Eine Schu­le hat Sam das letz­te Mal von innen gese­hen, als er in der zwei­ten Klas­se war. Dann hat sein Vater den jedoch trotz­dem sehr intel­li­gen­ten Jun­gen von der Schu­le genom­men. Seit­dem behaup­ten die Kin­der stets zu Hau­se unter­rich­tet zu wer­den, was jedoch ganz und gar nicht der Fall ist. Ihr Vater über­lässt sie haupt­säch­lich sich selbst. In ärms­ten Ver­hält­nis­sen lebend müs­sen Sam und Ridd­le … Weiterlesen!

Marie-Aude Murail — Blutsverdacht

 Marie-Aude Murail Blutsverdacht26.Juni 2014

Die bekann­te, fran­zö­si­sche Schrift­stel­le­rin Marie-Aude Murail legt mit ihrem neu als Taschen­buch erschie­ne­nen “Bluts­ver­dacht”  nun erst­mals einen Thril­ler vor. In gekonn­ter Manier und mit ihrem ganz eige­nen, humor­vol­lem Stil gelingt ihr auch dies! Ein herr­li­ches Lese­ver­gnü­gen für Jung und Alt. Ab 12 Jah­ren.

Eigent­lich woll­te die 14-jäh­ri­ge Ruth ihrer Freun­din Debo­rah nur ein Foto ihrer ver­stor­be­nen Mut­ter Marie-Eve zei­gen. Doch auf einem alten Klas­sen­fo­to bemerkt sie, dass ihr Vater Mar­tin auch auf die­sem Bild ist. Und, dass er die Hand von Eve-Marie hält — der Zwil­lings­schwes­ter ihrer Mut­ter! War ihr Vater zuerst mit ihr zusam­men, ehe er Ruths Mut­ter hei­ra­te­te? Oder haben sie die bei­den nur ver­wech­selt? Debo­rah und Ruth stel­len das Foto ins Inter­net. Damit lösen sie eine Ket­te unvor­her­ge­se­he­ne Reak­tio­nen aus. Denn ver­schie­de­ne Per­so­nen erken­nen sich auf dem Klas­sen­fo­to wie­der und schrei­ben Ruth, die sich als ihren Vater aus­ge­ge­ben hat, zurück. Dadurch erfährt Ruth das Unfass­ba­re: ihre Tan­te Eve-Marie, die auch schon vor Jah­ren gestor­ben ist, ist nicht durch einen Unfall ums Leben gekom­men, sie wur­de ermor­det! Von dem “Kra­vat­ten­mör­der”, der nun hin­ter Git­ter sitzt. Doch ist er wirk­lich… Weiterlesen!

Beth Kephart — Mein Ein und Alles

Beth Kephart - Mein Ein und Alles - dtv25.Juni 2014

Beth Kephart schenkt uns mit „Mein Ein und Alles“ eine sehr zart und behut­sam erzähl­te Geschich­te über Ver­lust, Gefan­gen­schaft und der Sehn­sucht frei zu sein. Mit einer aus­ge­spro­chen poe­ti­schen Spra­che berührt sie ihre Leser. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Die 20-jäh­ri­ge Emmy ist ver­zwei­felt. Ihr Baby wur­de gestoh­len. Hilf­los macht die jun­ge Frau sich auf die Suche nach ihrem Kind. Zu ihrem Mann nach Hau­se traut sie sich nicht mehr, erst muss sie das Baby wie­der­fin­den. Bis die Poli­zei sie plötz­lich auf­greift und sie in einer Anstalt lan­det. War­um? Was ist pas­siert? Das kann doch alles nur ein Miss­ver­ständ­nis sein, oder? Sie muss doch ihr Baby suchen…

Die 12-jäh­ri­ge Sophie lebt allein mit ihrer Mut­ter. Schon diver­se Male sind sie umge­zo­gen. Immer auf der Flucht vor dem „Bösen“, das ihre Mut­ter fürch­tet. Sophie wird von ihr zu Hau­se unter­rich­tet und darf das Gebäu­de wäh­rend deren Abwe­sen­heit nicht ver­las­sen. Zu gefähr­lich ist… Weiterlesen!

Andreas Jungwirth — Kein einziges Wort

Andreas Jungwirth - Kein einziges Wort - Ravensburger13.Juni 2014

Andre­as Jung­wirth hat ein beson­de­res Buch geschrie­ben: “Kein ein­zi­ges Wort”. Ein sehr unter­halt­sa­mer Roman über Zivil­cou­ra­ge, Bedro­hung, Angst und den Mut, die Wahr­heit zu sagen. Mit einer sehr deut­li­chen und vor allem aus­drucks­star­ken Spra­che, die ein inten­si­ves Lese­er­leb­nis mög­lich macht. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Simon ist 12. Sei­ne Fami­lie ist gera­de umge­zo­gen. Aufs Land. Das gefällt ihm gar nicht. Doch schon bald fin­det er einen neu­en Freund. Chris. Er setzt sich für ihn ein und ver­tei­digt ihn vor ein paar Mit­schü­lern. Ihm erzählt Simon auch, was ihm vor kur­zem Hef­ti­ges pas­siert ist: er hat einen Hund ent­deckt, mit­ten im Feld. Tot. Ihm wur­de die Keh­le auf­ge­schlitzt. Anbei ein Mes­ser und ein Stück Papier auf dem steht: “Letz­te War­nung”. Sofort benach­rich­tigt er die Poli­zei. Der Hund gehört Hubert, einem orts­an­säs­si­gen Bau­ern. Ein Mann mit Gewehr, den alle nur den Scha­kal nen­nen, über­rascht Simon auf dem Feld. Mit einen Schuss Weiterlesen!

Alina Bronsky — Spiegelkind

Alina Bronsky Spiegelkind4.Juni 2014

Mit “Spie­gel­kind” legt rus­sisch-deut­sche Auto­rin Ali­na Bron­sky einen Roman vor, der vor allem die Leser packend erzähl­ter All-Age-Lite­ra­tur begeis­tern wird. Der ers­te Teil einer neu­en Tri­lo­gie ist sprach­lich sehr schön erzählt und end­lich mal ein Werk, das im Dschun­gel der mas­sen­haft erschie­nen Dys­to­pie-Roma­ne seit dem Erfolg von Ally Con­die (“Cas­sia & Ky-Rei­he) und Suz­an­ne Col­lins (Tri­bu­te von Panem-Rei­he) her­vor­sticht. Emp­foh­len für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Juli ist 15 Jah­re alt. Und sie lebt mit ihren Eltern und ihren zwei Geschwis­tern in einer Welt, in der die tota­le Nor­ma­li­tät herrscht. Auf­fal­len ist gefähr­lich. Wer aus der Rei­he fällt, wird ver­folgt. Als plötz­lich Julis Mut­ter ver­schwin­det, gerät ihr Leben völ­lig aus den Fugen. Denn ihre Mut­ter soll eine Phee sein. Eine, die aus der Gesell­schaft aus­ge­schlos­sen ist. Eine, die anders ist als alle ande­ren. Eine, die eine beson­de­re Gabe trägt. Und eine, die Juli unbe­dingt fin­den muss. Doch die Suche nach ihrer Mut­ter Weiterlesen!

Johanna Rosen — Liberty Bell: Das Mädchen aus den Wäldern

Johanna Rosen Liberty Bell Das Mädchen aus den Wäldern2.Juni 2014

Der Thril­ler “Liber­ty Bell: Das Mäd­chen aus den Wäl­dern” von Johan­na Rosen soll laut Are­na Ver­lag sowohl Erwach­se­ne, als auch Jugend­li­che ab 14 Jah­ren anspre­chen. Das tut der Titel in der Tat. Doch wer ver­birgt sich hin­ter dem Pseud­onym der “renom­mier­ten deut­schen Schrift­stel­le­rin, die 1969 gebo­ren wur­de und seit 1993 mit gro­ßem Erfolg Bücher ver­öf­fent­licht”? Hier­bei han­delt es sich um die bekann­te Rea­li­ty-Auto­rin Jana Frey, die nun ein­fach mal eine ande­re Ziel­grup­pe errei­chen will. War­um nicht?

Ame­ri­ka. Das 17-jäh­ri­ge Mäd­chen, namens Liber­ty Bell, gibt einer Grup­pe von Jungs eini­ge Rät­sel auf, als die­se bei einem Aus­flug in die Wäl­der auf sie tref­fen. Sie ist nackt, spricht kaum und scheint dort schon seit lan­ger Zeit allei­ne zu leben. Ernes­to, ein Jun­ge der Grup­pe spricht sie schließ­lich an und fin­det mehr über sie her­aus. Und doch kann er es nicht ver­hin­dern, dass einer sei­ner Freun­de das fas­zi­nie­ren­de Mäd­chen an sei­nen Cou­sin ver­rät, der … Weiterlesen!