Monatliches Archiv: Mai 2012

Kathrin Jäger — Inselmelodie

 Katrin Jäger Inselmelodie30.Mai 2012

Der Roman “Insel­me­lo­die” von der deut­schen Auto­rin Kath­rin Jäger ver­spricht eine schö­ne Feri­en­lek­tü­re. Das For­mat des Buches ist pas­send für jede Hand­ta­sche und mit einem hüb­schen Bro­schur­ein­band ver­se­hen. Es ent­führt den Leser auf die bezau­bern­de Insel La Gome­ra, wo die Haupt­fi­gur sich auf die Suche nach ihrem Vater macht. Mit einer Pri­se Ero­tik. Für Jugend­li­che ab 15.

Gara ist 19 Jah­re alt und hat soeben ihr Abitur mit einem Traum­durch­schnitt von 1,5 bestan­den. Erst jetzt hat sie es gewagt den Brief ihrer ver­stor­be­nen Mut­ter zu öff­nen und nun erfah­ren, dass ihr Vater, den sie nie ken­nen­lern­te, auf La Gome­ra, auf den Kana­ri­schen Inseln, lebt. Ihre Mut­ter, die schon immer etwas flip­pig und unkon­ven­tio­nel­ler war, hat ihr sogar Geld für den Flug hin­ter­las­sen. Gara beschließt Jür­gen, ihren Vater, ken­nen­zu­ler­nen. Sie, die eher per­fek­tio­nis­tisch und am liebs­ten alles unter Kon­trol­le weißt, stürzt sich in ein Aben­teu­er mit unge­wis­sem Aus­gang. Wie wird ihr Vater wohl sein? Und wie soll sie ihm erklä­ren, dass sie sei­ne Toch­ter ist? Denn er weißt gar nichts von ihrer Exis­tenz! Auf der Über­fahrt nach La Gome­ra, macht Gara die unge­woll­te Bekannt­schaft mit einer… Weiterlesen!

Beth Kephart — Nichts als Liebe

Beth Kephart Nichts als Liebe25.Mai 2012

Der Roman von der ame­ri­ka­ni­schen Auto­rin Beth Kephart “Nichts als Lie­be” beschäf­tigt sich mit einem Mäd­chen, das ihre Mut­ter ver­lo­ren hat und wie­der lernt im Leben Fuß zu fas­sen und die­ses vor allem mit sei­ner gan­zen Schön­heit zu genie­ßen. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und inter­es­sier­te Erwach­se­ne.

Katies Mut­ter ist nach einer plötz­li­chen auf­tre­ten­den Krank­heit gestor­ben. Das jun­ge Mäd­chen wohnt nun allein mit ihrem Vater und ihrer Trau­er in dem gro­ßen Haus, das ihre Mut­ter stets mit Leben und ihren phi­lo­so­phi­schen Gedan­ken und ihrer Lie­be zu Blu­men gefüllt hat. Des­halb steht auf dem Tisch auch jeden Abend eine Blu­me auf dem Tisch und ein drit­ter Tel­ler wird für die Ver­stor­be­ne mit­ge­deckt. Katies Vater, der alte Gemäl­de restau­riert, weiß sich nicht anders zu hel­fen, als sich mit viel Arbeit ein­zu­de­cken. Und so beschließt auch Katie den Som­mer über in dem gro­ßen Anwe­sen der alten Mrs Mar­ti­ne als Gärt­ners­ge­hil­fin zu arbei­ten. Mit vie­len ande­ren Hel­fern ist sie dort beschäf­tigt und soll eine rie­si­ge Gru­be aus­he­ben, um dort einen Gar­ten­pa­vil­lon ent­ste­hen zu las­sen. Doch irgend­wie kommt es Katie selt­sam vor, dass man Mrs Mari­ne schon seit so vie­len Jah­ren nicht mehr gese­hen hat. War­um hat sich die alte Frau zurück­ge­zo­gen? Katie beschließt… Weiterlesen!

Anna Palm — Die Selbstvergessenen

Anna Palm Die Selbstvergessenen19.Mai 2012

Die noch sehr jun­ge, deut­sche Auto­rin Anna Palm hat mit “Die Selbst­ver­ges­se­nen” einen Roman mit fan­tas­ti­schen Ele­men­ten geschrie­ben. Eine span­nen­de Inter­nats­ge­schich­te, die auf­zeigt, wie bedeut­sam es ist, mensch­lich sein zu dür­fen und Feh­ler zu machen. Für Jugend­li­che ab 12 Jah­ren.

Sofia ist impul­siv, frech und ziem­lich vor­laut. Des Öfte­ren hat sie ihren Leh­rern schon die Mei­nung gesagt. Als sie ihren Kunst­leh­rer ver­se­hent­lich mit einer Glas­fla­sche trifft und sich auch noch mit dem Sohn des Direk­tors anlegt und sei­ne Uhr beschä­digt, ist es jedoch vor­bei: Sofia fliegt hoch­kant von der Schu­le! Sie ist ent­setzt, als sie erfährt, dass ihre Mut­ter sie auf ein Inter­nat für schwer erzieh­ba­re Kin­der schi­cken will. Zumal sie sich dann von ihren Freun­den und ihrer Zwil­lings­schwes­ter Mila tren­nen muß. Doch Sofi­as Mut­ter kennt kein Erbar­men. Auf dem Inter­nat fühlt sich Sofia äußerst unwohl. Alle ande­ren Mit­schü­ler ver­hal­ten sich irgend­wie selt­sam. Sie sind so brav und ange­passt. Machen in jedem Unter­richts­fach eine gute Figur, so dass Sofia sich völ­lig unge­bil­det vor kommt. Als sie in der neu­en Mit­schü­le­rin Male­en eine der ers­ten “nor­ma­len”, unper­fek­ten Men­schen trifft, ist sie über­glück­lich. Doch auch Male­en ver­än­dert sich plötz­lich Weiterlesen!

Cat Clarke — Vergissdeinnicht

Cat Clarke Vergissdeinnicht16.Mai 2012

Ver­giss­dein­nicht” von der afri­ka­ni­schen Auto­rin Cat Clar­ke ist ein bewe­gen­der Roman, in dem ein jun­ges, sui­zid­ge­fähr­de­tes, sich selbst­ver­let­zen­des Mäd­chen dazu gezwun­gen wird, sich mit ihrem eige­nen Leben aus­ein­an­der­zu­set­zen: ein­ge­sperrt in einem wei­ßen Raum. Für Erwach­se­ne und Jugend­li­che ab 14 Jah­ren.

Die 17-jäh­ri­ge Grace liebt Far­ben. Lila oder grün, ihre Lieb­lings­far­be. Und jetzt sitzt sie in einem Raum, in dem alles weiß ist: der Tisch, das Bett, die Wand. Sogar die Klei­dung, die sie bekom­men hat, ist weiß. Grace ist ein­ge­sperrt in die­sem Raum. Wie sie hin­ein­ge­kom­men ist, das weiß sie nicht. Aber sie kennt ihren Ent­füh­rer. Er heißt Ethan und sie hat ihn an dem Abend ken­nen­ge­lernt, an dem sie sich eigent­lich das Leben neh­men woll­te. Auf einem Spiel­platz hat­te sie begon­nen sich zu betrin­ken und woll­te sich ver­steckt in einem klei­nen Häus­chen schließ­lich die Puls­adern auf­schnei­den, bis Grace merk­te, dass sich außer ihr noch jemand auf dem Spiel­platz befand. Ein gut­aus­se­hen­der, etwa 20 Jah­re jun­ger Mann, der auf einer der Schau­keln saß. Sie hat sich mit ihm unter­hal­ten. Sie woll­te ihn los­wer­den, um ihre Tat zu Ende zu brin­gen, doch irgend­wie tat es gut mit ihm zu reden. Sie ver­schob ihr Vor­ha­ben und woll­te sich von ihm nach Hau­se brin­gen las­sen. Und dann plötz­lich alles Weiterlesen!

Marit Kaldhol — Allein unter Schildkröten

Marit Kaldhol Allein unter Schildkröten3.Mai 2012

Allein unter Schild­krö­ten” von der nor­we­gi­schen Auto­rin Marit Kald­hol befasst sich mit dem The­ma Sui­zid und erzählt die sehr ergrei­fen­de Geschich­te eines Jun­gen, der sich das Leben nimmt. Sei­ne Schil­de­run­gen sind im ers­ten Teil des Buches allein in Tage­buch­auf­zeich­nun­gen zu erle­ben. Der Roman wur­de 2013 für den Deut­schen Jugend­li­te­ra­tur­preis von der Jugend­ju­ry nomi­niert. Für Jugend­li­che ab 14 Jah­ren und Erwach­se­ne.

Mikke steht kurz vor dem Abitur. Er hat eine Freun­din, die Siri heißt. Er betreut einen behin­der­ten Jun­gen namens Sver­re. Er hat noch ande­re Freun­de. Doch er fühlt sich ein­sam. Trotz allem. Zu sei­nem Vater hat er kein gutes Ver­hält­nis. Er liebt Bio­lo­gie. Über Tie­re und die Natur weiß er alles. Beson­ders die Mee­res­schild­krö­ten haben es ihm ange­tan. Doch da ist die­se Dun­kel­heit in ihm, die­se merk­wür­di­gen Gefüh­le, die er tag­täg­lich meist zu spä­ter Stun­de in sein Tage­buch notiert. Es sind meist kur­ze Abschnit­te, die ohne dem Leser die Hin­ter­grün­de erklä­ren zu wol­len, von sei­nem Leben erzäh­len. Oft berich­tet er über Din­ge, die er über man­che Tie­re, im Beson­de­ren die Mee­res­schild­krö­ten her­aus­ge­fun­den hat. Man puz­zelt sein Leben, sei­ne Umstän­de all­mäh­lich zusam­men. Und plötz­lich hat er kei­ne Lust mehr zu schrei­ben. Das Tage­buch… Weiterlesen!